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INSIDE Küche

  • Schlagzeile: Langer Atem
  • H1: Beeck: Langer Atem

Zwei Jahre sind vergangen, seit Beeck mit einer Küche auf sich aufmerksam machte, die das Thema Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht bediente. Solche Themen brauchen einen langen Atem, hat man auch in Bad Oeynhausen gemerkt. Die Linoleum-Fronten, bei Beeck Linux genannt, sind inzwischen im Kommen. Man sah sie heuer auch andernorts. Frisch im Programm war bei Beeck eine Bambusfront, die ebenfalls das Thema Nachhaltigkeit bedienen soll.

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  • Schlagzeile: Weichenstellung in Osnabrück
  • H1: Weichenstellung in Osnabrück

Bei der Flotho Werbeagentur aus Osnabrück sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Anfang August ist die bisherige Prokuristin Irene Gotas neben Timo Flotho in die Geschäftsführung eingestiegen.

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  • Schlagzeile: Erstes Zwischenfazit

Auf dem Kongress von Der Kreis in Kassel im Frühjahr dieses Jahres war die neue Software-Lösung von Meisterdesk aus Berlin das große Thema. Küchendesk, so das Versprechen des Meisterdesk-Gründers Marco Hanczuch, soll den kompletten Workflow eines Küchenstudios in einem Programm zusammenfassen - von der Auftragserstellung über Schnittstellen mit allen vier großen Küchen-Planungsprogrammen bis hin zur Reklamations- und Rechnungsbearbeitung. Auch eine Datev-Schnittstelle und eine App für die Montage sind integriert.

 



Angefangen hat`s vor etwa acht Jahren, als ein ein Küchenstudio auf Hanczuch zukam, mit der Bitte, ein cloudbasiertes Warenwirtschaftssystem individuell zu entwickeln. Seitdem wurde das System immer weiter vorangetrieben. Schwung kam in die Sache mit Pilotgruppen von Händlern, mit deren Feedback die Software nochmals verbessert wurde.

Im INSIDE Küche-Talk erzählt Hanczuch, wie sein Start-up sich seit dem Marktstart am 1. Januar entwickelt hat  und wie die internationale Expansion laufen soll. Trotz der aktuellen Herausforderungen in der Handelsbranche sieht Hanczuch in der Digitalisierung und Automatisierung große Chancen für die Küchenbranche.

Und hier gibt's den Talk als Podcast.

  • Schlagzeile: Kein Investor
  • H1: Wesco: Kein Investor

Bisher gibt es keine Lösung für Wesco – beziehungsweise für die M. Westermann & Co. GmbH in Arnsberg. Es wurde bisher kein Investor gefunden. Ende November hatte die Geschäftsführung einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, seit dem 1. März ist das Verfahren nun eröffnet. Man habe allen rund 80 Mitarbeitenden kündigen und

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  • Schlagzeile: Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz

Jede dritte bis vierte Person in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. In Zukunft wird und muss das Land sogar noch vielfältiger werden. Ohne Zuwanderung geht in vielen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft schließlich schon heute nichts mehr, wobei Fachkräftemangel und demografischer Entwicklung oftmals nicht nur Schwierigkeiten mit der Bürokratie, sondern auch mit der hiesigen Willkommenskultur gegenüberstehen.

Klar ist: Nach Deutschland eingewanderte Menschen werden nicht nur auf dem Arbeitsmarkt gebraucht, sie sind natürlich auch potenzielle Kunden – unter anderem für den Küchenhandel.

Claudia Ekwuazi ist Dozentin an der Hochschule Hamm-Lippstadt im Bereich interkulturelle Wirtschaftspsychologie und hat sich als Trainerin auf interkulturelle Kompetenz spezialisiert. Im INSIDE-Interview spricht sie darüber, wie man Bewusstsein schafft für Vorurteile, Diskriminierung und Alltagsrassismus und wie die Sensibilität für andere Kulturen gefördert werden kann.

INSIDE: Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass wir in Deutschland auf Einwanderung angewiesen sind, wenn wir dem Demografie-Problem begegnen wollen. Bei dem Begriff geht es schon los – welcher Begriff ist denn der richtige? Einwanderung? Zuwanderung? Migration?
Claudia Ekwuazi: Alle drei Begriffe sind ohne Kontext erst einmal neutral, aber natürlich kann jede Person andere Assoziationen haben. Wenn man das Wort Einwanderung positiv konnotiert, bedeutet es, dass Menschen bleiben und integriert werden. Alltagsrassismus rührt aber von Angst vor Veränderung her. Menschen, die Angst davor haben, dass ihnen etwas weggenommen wird, fühlen sich beim Wort Einwanderung möglicherweise bedroht. Das Wort Zuwanderung wirkt dann etwas milder. Und der Begriff Migration hat etwas von Nomadentum, es impliziert nicht unbedingt, dass jemand bleibt.


„Alltagsrassismus rührt von Angst vor Veränderung.”

Dein Vater stammte aus Nigeria, per Definition hast du Migrationshintergrund, obwohl du in Deutschland geboren bist und hier lebst. Wie fühlt sich das an, so betitelt zu werden?
Anfangs fand ich den Begriff völlig in Ordnung, ich verwende ihn teilweise auch. Mittlerweile hat er allerdings einen etwas negativen Beigeschmack. Bei Menschen mit Migrationshintergrund denkt man selten an die französische Kunstlehrerin oder den US-amerikanischen Ingenieur, sondern eher an einkommensschwächere Familien, vielleicht aus einem prekären Milieu.

Du bist Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, Dozentin an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Spezialisiert hast du dich auf interkulturelle Kommunikation. Wie kam es dazu?
Studiert habe ich vor vielen Jahren Außenwirtschaft. Das hat einen internationalen Aspekt. Den habe ich aber natürlich auch von Geburt an, da mein Vater Nigerianer war und meine Mutter Deutsche. In meinem früheren Job als Marketingleitung und Leitung Produktentwicklung hatte ich ebenfalls mit anderen Ländern und Kulturen zu tun. An die Hochschule bin ich dann für den Studiengang Interkulturelle Wirtschaftspsychologie gekommen und habe zusätzlich eine Ausbildung zur Verhaltens- und Kommunikationstrainerin gemacht. Wie wichtig das Verständnis für andere Kulturen ist, merke ich immer wieder in Gesprächen. Selbst in meiner Bubble höre ich Menschen Dinge sagen, die man heute einfach nicht mehr sagen sollte.

In deiner Kindheit war das, was du Alltagsrassismus nennst, noch allgegenwärtig.
Das N-Wort war in meiner Schulzeit noch ganz normal, und für mich war das schlimm, wenn es – auch von Lehrern – gesagt wurde. Das war früher. Die Welt verändert sich und inzwischen sollte das jeder erkennen und nicht einfach alles weiter so machen wie in der Kindheit. Es geht darum, diese Wörter irgendwann einmal komplett zu eliminieren. Gerade wenn jüngere Menschen sie nutzen, finde ich das darum schwierig. Ich musste aber lernen, Emotionen rauszunehmen und einfach zu fragen: Warum sagst du das?

Zensus: Zahlen zum Einwanderungsland Deutschland


Der letzte Zensus hat ergeben: Zum Stichtag 15. Mai 2022 lebten in Deutschland 15,6 Mio Eingewanderte, was knapp 19 Prozent der Bevölkerung entspricht. Unter den 15,6 Mio im Ausland geborenen Personen besaßen 40 Prozent die deutsche Staatsangehörigkeit. Das Geschlechterverhältnis unter den eingewanderten Personen ist nahezu ausgeglichen.
Gar nicht in der Zahl von 15,6 Mio enthalten sind in Deutschland geborene Menschen, deren Eltern nach Deutschland eingewandert sind und die man ebenfalls als Personen mit Einwanderungsgeschichte definiert.
Die Mehrheit der Eingewanderten stammt laut den Zensus-Daten aus Polen (12 Prozent), der Türkei (9 Prozent) und Russland (7 Prozent). Schutzsuchende aus Syrien und der Ukraine machten jeweils 5 Prozent aus. 

In vielen Fällen sind Äußerungen rassistisch, obwohl sie gar nicht „böse gemeint“ sind. Wie erkennen wir überhaupt, dass wir uns rassistisch verhalten? Wie können wir dafür sensibler werden?
Das ist gar nicht so einfach. Alltagsrassismus steckt tief in unseren sozialen Normen. Vorurteile sind in uns verankert. Natürlich auch in mir, denn ich bin ja auch in einer „weißen Welt“ aufgewachsen. Wichtig ist, immer wieder zu reflektieren: Wie denke ich in bestimmten Situationen? Wie reagiere ich auf Menschen mit unterschiedlicher Herkunft? Stelle ich diesen Personen dieselben Fragen wie deutsch gelesenen Personen? Was denke ich, wenn ich einen Namen nicht aussprechen kann und dieser mir fremd vorkommt? Mache ich mir die Mühe, die richtige Aussprache herauszufinden? Auch die Darstellung unterschiedlicher ethnischer Gruppen in den Medien sollten wir hinterfragen. In neuen Situationen werden wir sicherlich wieder rassistische Gedanken haben. Helfen kann, sich ihrer immer wieder bewusst zu werden.

Oft fehlen auch die positiven Erfahrungen, weil wir nicht häufig engen Kontakt zu Menschen aus anderen Kulturen haben.
Genau. In der Wissenschaft spricht man von der Kontakthypothese. Wir sollten versuchen, in Kontakt zu kommen. Vielleicht werden wir auch mal negative Erfahrungen machen, aber dürfen uns auf diesen nicht ausruhen und trotzdem weiter in den Kontakt gehen und vielleicht so auch tolle Erfahrungen machen.

Claudia Ekwuazi An Der Tafel 2

Wo hat Alltagsrassismus eigentlich seine Wurzeln?
Das geht tatsächlich noch zurück auf den Kolonialismus, der seinen Höhepunkt Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts hatte. Auch die inzwischen überholten und wissenschaftlich nicht haltbaren Rassentheorien wirken noch nach. Weitergeführt wurden die in sozialen Strukturen, sogar Gesetzen wie den Apartheid-Gesetzen. Heutzutage sind es unter anderem auch die eurozentrische Perspektive der Bildungspolitik und auch kulturelle Faktoren. In Literatur und Kunst werden oft weiße Menschen als Norm dargestellt, andere nationale Gruppen exotisiert.


„Einfach mal die Schuhe des anderen anziehen in der bestimmten Situation, kontinuierlich versuchen zu lernen, Veränderungen zulassen und Unsicherheit und Unbestimmtheit nicht als Bedrohung wahrnehmen.”

Über die Kinderliteratur von früher werden die Ansichten von damals teilweise auch noch weitergetragen.
Stimmt. Die Bücher sind voll davon. Ja, klar, das sind Klassiker, aber wir müssen auch mit der Zeit gehen und nicht immer nur zurückschauen.

Gibt es so etwas wie einen Verhaltenskompass für einen respektvollen Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen? Wie kann Inklusion im Alltag gelingen?
Fragen, fragen, fragen! Wenn wir uns nicht sicher sind, die anderen Menschen fragen, was ihre Bedürfnisse sind. In interkulturellen Situationen haben wir oftmals keine konventionalisierten Handlungen und wissen deshalb nicht, wie wir reagieren sollen. Das muss man übrigens nicht nur auf Unterschiede der Nationalitäten beziehen. Es gilt auch für andere Gesellschaftskreise.

Pauschale Regeln kann es nicht geben?
Nein. Wichtig ist, dass wir Menschen als Individuen erkennen. Was für eine Person aus einer bestimmten Kultur der richtige Umgang ist, funktioniert vielleicht für einen anderen aus derselben Nationalkultur überhaupt nicht. Respekt ist wichtig, klar. Kommunikation auf Augenhöhe. Wir müssen offen sein und empathisch. Einfach mal die Schuhe des anderen anziehen in der bestimmten Situation, kontinuierlich versuchen zu lernen, Veränderungen zulassen und Unsicherheit und Unbestimmtheit nicht als Bedrohung wahrnehmen. Es ist ein fortlaufender Prozess.

Besser mal Fehler machen, als aus Angst vor Fehlern den Umgang mit anderen Kulturen meiden?
Auf jeden Fall. Ignorieren ist keine Lösung und kann natürlich auch als respektlos oder verletzend empfunden werden. Und auch ich kann wertschätzend reagieren, wenn jemand mir gegenüber einen Fehler gemacht hat. Es gibt diese Mikroaggressionen, übergriffige Äußerungen oder Handlungen, zum Beispiel Haare anfassen oder die Bemerkung „Sie sprechen ja gut Deutsch“. Darauf antworte ich dann, dass ich auch hier aufgewachsen bin. Zurückzuschlagen führt zu nichts, denn wir wollen doch einfach ein tolles Miteinander und Chancengleichheit für alle.

Du hast ein Konzept erstellt zum Thema interkulturelle Kompetenz für die Zielgruppe Hotellerie, die häufig Gäste und Personal aus anderen Kulturen hat. Auch in den Küchenhandel kommen aber oft Kundinnen und Kunden, die in anderen Kulturen aufgewachsen sind oder von denen man das fälschlicherweise vermutet – das Fettnäpfchenpotenzial ist hoch. Gibst du denn dort Handlungstipps?
Im Training arbeite ich viel mit Input aus der Gruppe – von den Personen selbst, weniger mit Dos and Don’ts. So funktioniert es am besten. Ein Fehler wäre schon, „den Spaniern“, „den Deutschen“ oder „den Mexikanern“ bestimmte Handlungsmuster zuzuschreiben und pauschale Tipps dafür zur Verfügung zu stellen. Das wäre eine Komplexitätsreduktion.


„Es geht darum, die Menschen als Individuen zu sehen, in Kontakt zu treten und sein eigenes Handeln immer wieder zu reflektieren.”

Es kann aber manchmal auch helfen, schwierige Situationen zu durchschiffen.
Aus meiner Sicht ist es wichtiger, dein Selbst zu stärken und zu lernen, dass nicht immer alles auch perfekt ausgeht. Es geht darum, die Menschen als Individuen zu sehen, in Kontakt zu treten und sein eigenes Handeln immer wieder zu reflektieren. Und wenn man sich schlecht behandelt fühlt, auch klar und deutlich zu sagen: „Sie haben gerade so und so mit mir gesprochen. Das will ich nicht.“ Es soll klar rüberkommen, dass Menschen, die im Hotel arbeiten, egal welcher Nationalkultur sie angehören, genauso viel wert sind wie die Gäste.

Das entwickelst du also mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der einzelnen Unternehmen?
Ja. So würde ich das dann beispielsweise auch mit Küchenstudios machen – mit den Beispielen der Teilnehmenden an die Sache rangehen und gemeinsam überlegen, wie vorzugehen ist, ohne emotional oder abwertend rüberzukommen. Übrigens gibt es kulturelle Unterschiede ja bei weitem nicht nur zwischen verschiedenen Nationen, sondern beispielsweise auch zwischen den Generationen.

Wenn wir mal bei unserem Ausgangspunkt bleiben, dem Alltagsrassismus entgegenzuwirken – wo kann ich mich informieren, beispielsweise über eine wertschätzende Ausdrucksweise?
Zu diskriminierungssensiblem Sprachgebrauch gibt es beispielsweise von der Uni Köln ein Glossar mit Begrifflichkeiten oder einen Leitfaden von Amnesty International.

Es hat sich auch schon viel zum Positiven verändert, oder?
Es wird besser. Wenn wir uns heutzutage Werbungen anschauen oder mit Bildern unterstützte Jobangebote, sehen wir inzwischen sehr häufig diverse Belegschaften. Mehr Frauen natürlich, aber auch immer häufiger People of Color. Das ist die Realität und so sollte sie auch abgebildet werden. Wichtig ist, dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse sind. 

  • Schlagzeile: KI und Wertschöpfung
  • H1: INSIDE-Webinar zu KI und Wertschöpfung: Mehr Produktivität

Wir laden für Ende Juni zu einem neuen INSIDE-Webinar. Das Thema: „Wie verändert KI die Zusammenarbeit und Wertschöpfung in Organisationen?“

Die vorerst weiterhin kostenlose INSIDE-Webinar-Reihe rund um KI geht weiter. Und wir freuen uns sehr, dass wir Digi-Brain Klaus Kallenbrunnen wieder für uns gewinnen konnten. Nach dem ersten Webinar – Thema war KI im Vertrieb  – setzen wir mit dem Digi- und KI-Experten Klaus Kallenbrunnenvon der Dinited Group aus Karlsruhe nun den nächsten Schwerpunkt. Wie bei der Premiere im April wird nach der halbstündigen Präsentation eine Fragerunde unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden. Insgesamt sind 60 Minuten veranschlagt.

Der Termin für das nächste KI-Webinar: Freitag, 28.6.2024, 10:00 – 11:00 Uhr.

Unter diesem Link können Sie sich ab sofortfür das Webinar anmelden. Kosten entstehen keine. Die Zugangsdaten gehen Ihnen kurz vor der Veranstaltung per Mail zu.

KI-Trainer und -Coach Kallenbrunnen verrät im neuen INSIDE-Webinar, wie KI in Organisationen eingesetzt werden kann. Von der Automatisierung von Routineaufgaben bis hin zur Reduktion und Vermeidung von „Kopf-Monopolen“ (Herrschaftswissen) erfahren Sie, wie KI-gestützte Plattformen die Teamarbeit verbessern und smarte Agenten die Produktivität steigern können. Nach der 30-minütigen Präsentation über die (nahe) Zukunft mit datengesteuerter Entscheidungsfindung wird eine Diskussion zum Thema stattfinden, sodass Fragen schnell und spontan beantwortet werden können.

  • Schlagzeile: Das Möbeljahr im INSIDE-Rückblick
  • H1: Das Möbeljahr 2022 im INSIDE-Rückblick

Wird es wirklich so schlimm? Ist die Frage auf dem Titel der Weihnachtsausgabe des INSIDE zum Ende eines aufwühlenden Jahres 2022 überhaupt noch zulässig angesichts der sorgenvollen Prognosen? Oder einfach nur ein Versuch, die unerschütterliche Gewissheit im Markt, dass eh alles den Bach abgeht, in Frage zu stellen.

Zwei Schlagzeilen der vergangenen Tage. „Die Ökonomen der Bundesbank werden pessimistischer und gehen davon aus, dass die Wirtschaft 2023 schrumpfen wird. Die Inflation dürfte auf einem hohen Niveau verharren und nur langsam zurückgehen.“ So meldete es die Tagesschau rund um den vierten Advent. Die FAZ wiederum bezog sich auf das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, das noch im September mit einem Rückgang des BIP von 0,7 Prozent gerechnet hatte. Im Dezember geht das IfW nun von einer leichten BIP-Steigerung in 2023 von 0,3 Prozent aus. „Die Kieler Ökonomen blicken deutlich positiver auf die Wirtschaftsentwicklung im nächsten Jahr als noch vor ein paar Monaten. Auch die Inflation dürfte stärker sinken als erwartet. Doch für Entwarnung ist es noch zu früh.“

So ist die Lage. Diffus halt. Man könnte auch sagen: ziemlich widersprüchlich. 2022? Was war das für ein Jahr? Nach Corona kam der Krieg nach Europa. Und wir Deutschen haben eigentlich, da uns keine Bomben aufs Dach fliegen, keinen Grund zu klagen. Sind beim Jammern aber ganz vorne dabei. Es ist, wie es ist: Planbar ist nichts mehr. Und so ist die Rede von der Glaskugel mit einer Prognose für 2023, die schon wieder keiner dabeihatte, auf den Verbands- und Ordermessen in diesem vierten Quartal zum geflügelten Wort und netten kleinen Zwischengag geworden. Keiner weiß, was kommt. Und keiner kann mehr planen. Was macht man da? 

Die einen benchen schon lange und turbokonsequent nur noch gegen 2019, um die Corona-Effekte auszuklammern. Andere wiederum bleiben ganz bewusst beim Benchmarking gegen die Vorjahrszahlen, weil sie eben ehrgeizige Ziele haben. Und alle wissen, dass sie, wenn sie die Preissteigerungen rausrechnen und rein auf die Stückzahlen blicken, deutlich unter egal welcher Vergleichszahl sind. Was hilft da? Einer sagt es so: „Wir benchen nur noch gegen Plan, alles andere ist Schmarrn.“

Im Küchen- und Möbelmarkt hat die diffuse Lage erstmal zur Folge, dass massiv gespart wird. Als Erstes waren die Marketingbudgets dran. Oder die Heizung wurde runtergedreht – oder erst gar nicht angemacht. Bei großen Filialisten wurden die Verkäufer aufgefordert, sich doch einfach wärmer anzuziehen. Fehlte grad noch, dass lange Unterhosen ausgeteilt wurden. Jacken zum Drüberziehen aber schon. Als Nächstes ist das Personal dran, oft leider mal wieder auf der Fläche. Was zur Folge hat, dass die Beratungsleistung der Großfläche, hinter die man hier und dort bekanntlich ohnehin ein Fragezeichen machen darf, dass diese Beratungsleistung wohl wieder nicht wirklich besser wird. Wird das den Kunden zum Möbelkauf animieren?

Im letzten INSIDE Wohnmarkt-Magazin des Jahres haben wir auf vielen Seiten einen Rückblick auf die wesentlichen Ereignisse im Möbeljahr 2022 zusammengestellt, die wir hier auch unseren INSIDE-Küche-Lesern zur Verfügung stellen. Viel Spaß beim Lesen!

Januar: Akquisitionen zum Jahresstart, grünes Licht für KHG/Begros

2022 ist das zweite Jahr, das wegen Corona ohne Kölner Messe startet, dafür mit einer ersten Omikron-Welle.

2G und 3G ermöglichen dem Handel Geschäfte über Vorjahr. Da das allerdings vom Lockdown geprägt war, hinkt der Vergleich natürlich. Die Industrie kann zunächst noch von guten Auftragspolstern zehren.

Beschäftigen muss die Branche sich mit neuen Regularien: Der digitale Produktpass ist im Anmarsch und auch auf das zum 1.1.2023 in Kraft tretende Lieferkettengesetz gilt es sich vorzubereiten, vorerst in Firmen ab 3.000 Mitarbeitern.

Wachsen jetzt online und offline zusammen? Kurz vor dem Jahreswechsel hat sich Home24 an Butlers beteiligt und Lutz an moebel.de. Nebenbei hat Lutz auch noch Lipo in der Schweiz mit 23 Filialen übernommen. Ebenfalls in der Alpenrepublik wird zum Jahresanfang die XXXL-Confo-Suisse-Beteiligung abgesegnet. Bereits jetzt zeichnet sich ein Jahr mit vielen Übernahmen ab. Der Onliner Premium XL aus Osnabrück kauft Lomado aus Bünde, die Nord Holding verkauft Ruf-Betten samt Bruno weiter an Waterland Private Equity und Afinum veräußert seine Thonet-Anteile nach acht Jahren an die Benner Holding aus Wiesbaden, die auch bei Möbelfirst investiert ist.

Nobilias Franchise Business Division FBD mit Ixina und Co. knackt die 500-Standort-Marke, Menke Küchen stellt eine Immobilie zum Verkauf und der Bedding-Riese Eurocomfort will 30 Mio Euro in Polen investieren.

Schlagzeilen auch außerhalb der Möbelbranche macht die Nachricht, dass Ikea seine Preise "im Schnitt weltweit" um 9 Prozent erhöhen werde. Kann man rückblickend eigentlich nur müde drüber lächeln.

Die erste Insolvenz des Jahres, über die wir berichten müssen, trifft die Küchenmanufaktur Bax. Es bleibt leider nicht die einzige.

XXXLutz forciert die Küchen-Heimberatung und der neue Schmidt-Küchen-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Thorwart gibt in einer INSIDE-Titelgeschichte ein ehrgeiziges Wachstumsziel aus. Höffner beantragt in Leuna-Günthersdorf, wo bekanntlich eine Produktion errichtet werden soll, die benötigte Bebauungsplanänderung. Apropos Höffner: Das Bundeskartellamt genehmigt "endlich" (je nach Perspektive) den KHG-Beitritt zur Begros. 

Februar: Krieg in Europa

Das SB-Segment steht zunehmend unter Inflationsdruck. Mit dieser Grundstimmung gehen in OWL auch die Partnertage über die Bühne. Poco-Boss Thomas Stolletz dagegen bläst "positiv gestimmt" wieder zum Angriff. Ein neues Zukunfts-Format samt Flächen für nachhaltige Möbel soll es richten. "Wenn Sie sich einen modernen Lidl-Markt ansehen, dann wissen Sie, wie ein Poco-Markt der Zukunft aussehen soll", sagt Stolletz.

In der Küchenbranche scheint nach wie vor die Sonne. Wir telefonieren uns durch. Wären da nur nicht die Preisfrage und Versorgungsprobleme . . .

Ebay setzt das Möbelgeschäft weit oben auf die Prioritätenliste und strengt sich an, ernstzunehmender Wettbewerber zu werden, und auch Küchenquelle baut einen Marktplatz auf. Ganz so prima läuft der Online-Markt allgemein aber nicht. Der Geräte- Onliner AO World prüft gar den Rückzug aus Deutschland.

Während in Europa noch halber Lockdown herrscht - zumindest bei Messen und großen Veranstaltungen - und auch hierzulande wegen Omikron Messen und Verbandstagungen vorsichtshalber größtenteils abgesagt oder verschoben werden, läuft in Orlando die US-Küchenshow KBIS wieder fast wie vor der Pandemie. In der deutschen Küchenindustrie bricht das Übersee-Fieber aus.

Der VME-Händler Möbel Karmann baut an - Physiotherapie- Räume für die Mitarbeiter inklusive. Das endgültige Aus muss HMW Möbel aus Halberstadt verkünden. Das Fell wird schnell verteilt. Eine große Titelgeschichte über das in der Küchenbranche viel beachtete Modell des Berliner Digital-Start-ups Küchenheld erscheint ebenfalls im Februar.

Smow plant neue Standorte, Kronospan meldet die Übernahme von Pfleiderer Polska an. Die französische Nummer zwei im Küchenmarkt, die Groupe Fournier, kündigt den Bau eines neuen Werks außerhalb der Heimatregion Haute-Savoie an und trägt ihr Scherflein zum europäischen Kapazitätsaufbau bei.

Die Kölnmesse plant für den Mai in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Matratzenindustrie ein Sleep-Pop-up-Format.

Zum Ende des Monats kommt dann mit Putins Einmarsch in die Ukraine eine Zäsur, die Europa auf einen Schlag verändert.

März: Fassungslosigkeit

Auch auf die Möbelbranche hat der Ukraine-Krieg verheerende Auswirkungen. Auf die von der Inflation ohnehin schon gedrückte Konsumlaune, klar. Doch zunächst auch ganz unmittelbar. LKW-Fahrer müssen ihr Land verteidigen, auch Gastarbeiter aus polnischen Werken ziehen über Nacht an die Front. Eine Flüchtlingswelle setzt sich in Bewegung. Firmen aus der Branche, die Geschäftspartner oder gar Tochtergesellschaften in der Ukraine haben und auch unzählige andere, organisieren Hilfslieferungen, evakuieren Mitarbeiter und ihre Familien. Mitarbeiter vor allem polnischer Standorte nehmen geflüchtete Kollegen auf. Es ist die Stunde von Brandbriefen und Krisenteams. Auch die IT-Sicherheit steht (noch) stärker im Feuer. Werden im Kriegsgebiet weiterhin Möbel verkauft oder produziert? Unklar. Wie werden sich Sanktionen auf die Lieferfähigkeit von Vorprodukten und Möbeln auswirken? Ebenfalls unklar. Einige Produktkategorien wie Lattenroste sind vorübergehend schlicht nicht verfügbar. VDM-Präsident Elmar Duffner appelliert an Industrie und Handel, in solchen Zeiten partnerschaftlich miteinander umzugehen.

Parallel dazu die Normalität: Wir besuchen Daniela Rothländer, die der Kemptener Möbelhändler Rüdiger Mayer als unkonventionelle Nachfolgerin an Bord geholt hat, und werfen einen intensiveren Blick auf den exorbitant wachsenden französischen Küchenmarkt. Connox-Gründer Thilo Haas spricht über die Lage im Premiummarkt, im E-Commerce und die Pläne der 175-Mio-Euro Umsatz schweren Gruppe für die Zukunft. Möbelfirst- Co-Founder Christoph Ritschel zieht im INSIDE nach knapp einem Jahr Zugehörigkeit zur The Platform Group eine Zwischenbilanz, Home24 führt einen Marktplatz für Dritthändler ein und Hofmeister in Bietigheim muss wegen eines Brandes schließen. Nobilia nimmt Bauknecht in die Komplettvermarktung auf.

Kurz vor Ende des Investorenprozesses steigt beim insolventen Arbeitsplattenproduzenten Lechner der in der Branche bis dato unbekannte Mittelstandsinvestor Livos ein. Die Verkaufsgerüchte um den italienischen Beschlägeproduzenten Salice mehren sich. Die Kölnmesse verkündet das Ende der ZOW und denkt über neue Formate ab 2024 nach. Beim Matratzentest der Stiftung Warentest gibt es Überraschungen. Auch Jysk will vom Bettenlager-Discount-Image weg und die Wertigkeit durch "geschickte Produktinszenierung" steigern.

In China erfordert die rigide bis gewaltsam umgesetzte Null-Covid- Strategie lange Lockdowns, die auch zu Werksstillständen führen. Die Guangzhou-Messen werden kurzfristig gecancelt. In Birmingham dagegen findet unter recht normalen Bedingungen die KBB statt. Häckers Werk 2 steht wegen mehrerer Covid-Fälle für zehn Tage still. Es wird nicht der letzte Produktionsstopp sein in der deutschen Möbelbranche.

Und dann erwirbt auch noch - im Oktober war's noch dementiert worden - Dr. Thomas Knecht die restlichen Anteile an der Hülsta-Gruppe von der Familie Hüls. 

April: Konsumknick

Nach Kriegsbeginn hat die Inflation nochmal an Fahrt aufgenommen. Das resultiert in Schocks an der Zapfsäule oder der Supermarktkasse. Und in einem Konsumknick. Wir Outsider gehen auf Stimmenfang vorm Möbelhaus.

Kurz vor den Musterring-Frühjahrs-Partnertagen kommt es zum Zoff: Musterring kündigt die Zusammenarbeit mit Höffner und Kraft. Derweil eröffnet Opti seine Innenstadt-Filiale in Bremen und Küchenquelle tritt dem Alliance-Verband bei.

In einem Gastbeitrag schildert Mokebo-Gründer Philip Kehela die Hintergründe der im Online-Handel aufgekommenen Krisenstimmung. Trendteam-Boss Ralf Müller gibt einen Einblick in die Herausforderungen auf dem Beschaffungsmarkt Ukraine.

Die marokkanische Groupe Safari übernimmt den französischen Zerlögtmöbelbauer Demeyère aus der Insolvenz. Familie Krieger vergibt die Produktion für die Alno-Küchen an Häcker, Forte steigt über ein Joint Venture in die Fertigung von Polstermöbeln und Matratzen ein.

Die Begros-Messe, eigentlich für Frühsommer in Bad Salzuflen angesetzt, wird gecancelt. Eine Mehrheit der Lieferanten sei aufgrund der Materialkrise nicht zeitig fertig, heißt es zur Begründung. Das dänische Label Reform plant nach einer Kapitalerhöhung um 25 Mio Euro wieder eine stärkere Expansion. Vivonio schließt die Refinanzierung ab und bündelt den Einkauf seiner Beteiligungen. Die ukrainische Forst- und Holzwirtschaft wirbt um Aufträge aus der EU.

Der aktuelle Küchenquelle-Geschäftsführer Christian Neusser spricht über seine Pläne, wir besuchen die Materialdatenbank Raumprobe in Stuttgart und den Küchen-Areal-Filialisten Daniel Stockhausen in Gummersbach. XXXLutz baut ein neues Service- Center in Stetten am Bodensee und Porta steigt beim Onliner Möbel Letz aus Sachsen-Anhalt ein. 

 

Mai: Gipfel-Monat

Einen neuen digitalen Vertriebsweg für die gesamte Branche namens Architecto will das Netzwerk um Störmer-Macher Christoph Fughe aufbauen und der frühere Siematic-Chef Ulrich Siekmann ist mit dem Küchen-Start-up Mydear.de ins Digitalbusiness eingestiegen.

Die Online-Community Solebich. de richtet eine Altbau-Wohnung in München ein. Der norddeutsche Alliance- Händler Hendrik Lenz plant für sein Wohncenter Nordenham eine Photovoltaik- Fassade - mit dem Küchenplanungsprogramm. Der Sauerländer Gerätehersteller Oranier freut sich über einen exorbitanten Auftragseingang, der unter anderem der in diesen Zeiten ungewohnten Lieferfähigkeit zu verdanken ist.

Jysk-Deutschland-Geschäftsführer Christian Schirmer rechnet mittelfristig mit einem Revival des Discounts. Der oberfränkische Kindermöbelbauer Geuther muss Insolvenzantrag stellen.

Der Zoff zwischen der Messe Berlin und dem IFA-Co-Organisator GFU wird öffentlich. Berlin als Messestandort wird in Frage gestellt.

Nach zwei Jahren der Prüfung nickt die französische Wettbewerbsbehörde den Zusammenschluss von But und Conforama ab. Einen Neustart mit Möbeln auf dem deutschen Markt hat der Schweizer Online-Händler Galaxus im Plan.

Die Kölnmesse sagt ihr "Mini-Sleep"-Format ab. Beschläge- Lieferant Häfele geht mit seinen Produkten auf Deutschland- Tournee. VDM-Geschäftsführer Jan Kurth fordert eine Höchstquote für den Export von Hölzern aus Staatsforsten.

Jetzt geht's ums große Ganze: Als eine der ersten größeren Zusammenkünfte nach der Corona-Zwangspause - Der Kreis in Hamburg und Alliance in Rheinbach waren vorher dran - können wir in München den 4. INSIDE-Branchen-Gipfel veranstalten. Das wirkt nach. Wir nehmen viele kleine und große Ideen und Impulse mit, die uns durchs weitere Jahr tragen. Direkt nach dem Gipfel geht's zum EMV nach Gummersbach, nach Leipzig zur Küchenring-JHV. In Posen ist die Meble Polska trotz des ungewohnten Mai-Termins gut besucht.

Weitere News im Mai: Deinschrank.de-Investor Equivia Partners stockt kräftig auf und die Garant-Gruppe plant den Einstieg ins Objektgeschäft - Händler sollen für den Umgang mit Ausschreibungen qualifiziert werden. 

Juni: Warten auf den Big Bang

Die Frequenzen im Handel sind historisch niedrig. Deutschland spart, aber nicht am Urlaub. "Am meisten überrascht mich, dass noch keiner die Flügel gestreckt hat", bringt es ein Industriegeschäftsführer auf den Punkt. Die Branche wartet auf den Big Bang. Und freut sich weiterhin über physische Zusammenkünfte. Nach der Sparversion im Vorjahr findet der postpandemische Restart in Mailand statt. Auch hier überwiegen Euphorie und Happiness. Als eine der ersten Messen in Köln mit Möbel-Beitrag geht auf deutlich kleinerer Fläche die Spoga+Gafa über die Bühne. Fazit von Teilnehmern: "Richtig gut." Auch die MTM-Macher in Dresden von Dietsch bis Ponsel sind zufrieden. "Es wird auch ein drittes Mal geben", heißt es.

Bei Rauch in Freudenberg zeichnet sich ein Umbruch ab. Wir sprechen zum Monatsanfang nochmal mit dem langjährigen CEO Michael Stiehl über die Lage und die Pläne, die dann später allerdings ohne ihn umgesetzt werden.

Die polnische Möbelgröße Black Red White geht zur Hälfte an XXXLutz, was insofern von Bedeutung ist, dass Lutz damit nun in die Produktion einsteigt. Führt logischerweise zu intensiven Diskussionen mit anderen BRW-Kunden.

Der thüringische Arbeitsplattenhersteller AKP gewährt uns einen Blick in sein künftiges neues Steinwerk, Schüller in Herrieden in das neue Werk 2, das ziemlich gigantisch geworden ist. Unterdesseen dementiert Koinor-Gesellschafter Gerd Bissinger die immer wieder aufflammenden Verkaufsgerüchte. Und noch was: In Dreieich ist die Krawattenpflicht gefallen. Beim MHK-Pressetag posiert der Vorstand ohne Schlips.

Die Ende Mai in Kraft getretene neue Preisangabenverordnung nötigt die Großfläche zu vorsichtigeren Rabattversprechen. In der frühsommerlichen Hitze machen wir uns auf große Reise durch Österreich, wo eine Reihe von Herstellern zeitgleich ihre Showroomtage veranstalten. Parallel tourt ein Kollege mit dem VDM durch OWL - zu Cor, Nobilia, Loddenkemper und Sudbrock. Begros-Filialist Möbel Heinrich investiert in den E-Commerce und ein Flachregallager.

Der britische Küchenfilialist Wren Kitchens plant schon für ein zweites US-Werk. Dem britischen Matratzen-Onliner Eve Sleep geht die Puste aus. Ein Investor soll her. Actona kauft nach Theca auch noch den nordpolnischen Polsterer Sits, und Ikea will sich von seinen Aktivitäten in Russland und Belarus trennen.

Juli: Wandel im Handel

"Eine Branche zwischen Wachstum, Preisdruck und Konsolidierung", so bringen Designfunktion- Inhaber Samir Ayoub und die Beratungsgesellschaft Struktur Management Partner die Lage im Officemarkt auf den Punkt, dem wir einen großen Titelschwerpunkt widmen.

Bewegung im E-Business: Der Deinschrank.de-Investor Equivia kauft den Berliner Anbieter Mycs und schickt sich an, eine ganze Customized-Gruppe aufzubauen. Amazon fällt ab sofort unter "erweiterte Missbrauchsaufsicht" des Bundeskartellamts. Die Börsenkurse anderer Online-Player wie Home24 oder Westwing rauschen weiter nach unten.

Bei Salice steigt mehrheitlich das belgische Private-Equity-Unternehmen Cobepa ein. Whirlpool stellt seine Europa- Aktivitäten auf den Prüfstand und Stokke übernimmt den dänischen Kinderstuhl- Produzenten Evomove.

Bei einem Besuch in Vlotho erklären uns die Pronorm-Geschäftsführer Roger Klinkenberg und Thorsten Gösling die Investitionsvorhaben des Küchenbauers. Bei Hasena in der Schweiz übergibt Daniel Hasenfratz an die nächste Generation und der österreichische VME-Händler Föger lädt zum "Sommertalk".

Unterdessen zeichnet sich ab, dass die IMM Cologne 2023 wohl nicht mehr im Januar stattfinden soll.

Mitte Juli erklärt Helmut Hagner, Leiter der Frey-Unternehmensgruppe aus dem ostbayerischen Cham, im INSIDE-Gespräch, was alles hinter der neuen digitalen Plattform freyerleben.de steckt und was in Zukunft kommen muss. Bei Frey und im Einzelhandel überhaupt. In der Sendlinger Straße in der Münchner Innenstadt macht Kare eine Art "Touchpoint" für das Vorzeigehaus Kraftwerk auf. Stilwerk-Inhaber Alexander Garbe will zurück nach Berlin und auch in Rotterdam eröffnen.

August: "Spring Edition" für Köln

Die Auftragsflaute in der Branche hält an. Parallel steigen die Kosten im wahrsten Sinne des Wortes ins Unermessliche. Kalkulieren, was kommt? Nahezu unmöglich. Die Branche bereitet sich so gut es geht - auf jeden Fall gedanklich - auf eine Gasmangellage im Winter vor.

Es ist beschlossen: Die IMM Cologne rückt 2023 in den Juni.

Die entzweite Unternehmerfamilie Schramm verkauft Interlübke an Domovari. Die rührigen Mokebo-Gründer Philip Kehela und Moritz Messinger starten eine E-Commerce-Beratung und Alliance mit der Dachmarke Ambienta ein Comeback im Hochwertmarkt.

Vor dem Hintergrund der XXXLutz-Beteiligung an moebel.de verbündet sich die EMV-Schwester KSV mit dem Hamburger Lead-Generator Kitchenadvisor. Ein Jahr nach der Übernahme durch Calligaris forciert Fatboy seine Strategie, die Produktsegmente zu erweitern.

Mit dem Plan für 60 Franchise- Stores bläst der dänische Küchenhersteller Kvik zum Angriff auf den deutschen Markt, Wels mit dem zweiten Schweizer XXXLutz am Standort Dietikon in der Schweiz.

Während im XXXL-Headquarter zum bereits fünften Mal die Giga- Messe über die Bühne geht, muss Rauch im August den Abbau von rund 100 Stellen verkünden.

September: Starke Messen im Herbst

In Berlin ist die IFA zurück, gigantisch, als gab's keine Krise. Im Herstellerlager müssen unterdessen so einige die Produktion drosseln. Auch die Insolvenzen mehren sich: Sedia Küchentechnik, Franz Fertig, Rational und der oberfränkische Stofflieferant Art Novel. Am Tag vor den Herbstmessen kündigt Frankenstolz die Werksschließung in Mainaschaff an. Den Onlinern Made.com und Eve Sleep droht ohne Investoren die Insolvenz. Im Möbelhandel stellt sich in Zeiten explodierender Energiekosten die Frage: montags auf oder montags zu?

Die neuen Interlübke-Eigner Frank Dieter Oehmke und Dr. Ralf Oehmke sprechen in der INSIDE-Messeausgabe über ihre Pläne. Außerdem: Der Bremer-Designmöbelhändler Popo im Porträt, dessen Name genau das bedeutet, was man denkt, und die neue Paidi-Chefin Anne-Laure Bigot im Interview.

Der IT-Dienstleister Integrated Worlds tüftelt an einer Big-Data- Plattform für die Branche, die allen helfen soll, die mitmachen. In Posen hat die Bega-Gruppe ein eigenes Logistikzentrum an den Start gebracht. Und dann gehen in OWL und im Süden bei unerwartet guter Stimmung die Herbstmessen über die Bühne - von Küche bis Kastenmöbel blieben Schwarzmaler draußen. Man rückt eng zusammen, Corona hin oder her.

Auf dem Rückweg fahren wir noch bei Bernd Spilger in Obernburg vorbei. Von Discount bis Rolf Benz: Spilger ist der Prototyp eines in der Region fest verwurzelten Local Heros, der sich selbst zutraut, durch die Krise zu kommen.

Nach den Herbstmessen der Braun-Bumms: Die Württemberger wollen mit Lutz fifty-fifty machen. In Eching öffnet Roller (inzwischen ebenfalls halb Lutz) einen Pilotstore, der wieder frischer daherkommen soll, ganz ohne Trading-up. Unterdessen eröffnet die Porta-Gruppe den Boss-Standort in Neu Wulmstorf als Mini-Porta neu. 

Oktober: Der Alno-Restart

Der Tod von Daniel Wöstmann mit gerade einmal 45 Jahren erschüttert die Branche.

XXXLutz unterbreitet den Aktionären von Home24 überraschend ein freiwilliges Übernahmeangebot. Ein erstes Gerichtsurteil zu den Öffnungsverboten während der Pandemie lässt aufhorchen: War der Möbelhaus-Lockdown unrechtmäßig?

Die neue Rauch-Führung, Klaus Dahlem, Rainer Hribar, Andreas Bremmer, präsentiert ihren Plan für die Zukunft; ebenso die MHK Group, die am Morgen der AMK-Mitgliederversammlung in Mannheim BSH-Mann Volker Klodwig als Nachfolger von MHK-Chef Werner Heilos ankündigt.

Opti wird den legendär schwierigen Standort Neu-Ulm voraussichtlich im nächsten Frühjahr schließen. Hülsta-Boss Dr. Thomas Knecht zieht die Reißleine: Das Unternehmen soll nun durch Insolvenz in Eigenverwaltung saniert werden.

Eine große Orgatec und Sicam sind die nächsten Messen, die für fröhliche Gesichter sorgen. In einer großen Talk-Runde zum Thema "Wie grün kann man als Unternehmer jetzt noch denken?" befragen wir Wirtschaftspolitiker und VDM-Chef Jan Kurth zum Green Deal.

KHG bringt die Alno-Küche Made in Rödinghausen in die Filialen. Die Marke Eve Sleep geht an Bensons, Made.com an Next. Der Möbelteilehersteller Eltec muss erneut zum Amtsgericht. Timbertex Möbelteile in Rheda-Wiedenbrück tritt den geordneten Rückzug an und stellt die Produktion ein.

Actona gibt ein ehrgeiziges Ziel aus: Bis 2025 wollen die Dänen, denen mittlerweile auch Sits und Theca gehören, in die Top 3 der europäischen Polsterer aufsteigen. 

November: Crash in Nürnberg

So viel Resonanz (von vielen Seiten) wie zum Titelhelden des ersten INSIDE im November kriegen wir selten: Der Rostocker Mike Giebel steuert sein Garant-Haus Möbel Harrmann unbeirrt durch die Krise.

Mit Küchenquelle rutscht nun auch ein großes Handelsunternehmen in die Insolvenz. Kundenanzahlungen stehen im Feuer. Das Thema hat Chancen, überregional ein ungünstiges Licht auf die Branche zu werfen. Das gilt auch für vermeintliche Fake-Onlineshops, die mit Markenmöbeln locken. Wir gehen auf Spurensuche.

Eine Gesetzesänderung bei Garantieverlängerungen steht zum 1.1.2023 an: Garantieverlängerungen unterliegen künftig der Versicherungssteuer. Händler, die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehende Garantie versprechen, sollten sich mit dem Kleingedruckten ihres Anbieters nochmal genau auseinandersetzen.

Bei den Branchen-Familientreffen von Garant, EMMK, VME und Alliance wird klar: Die Lage ist nicht schön, aber auch nicht aussichtslos. Bei vielen im Markt haben sich die Geschäfte auf Vor-Corona-Niveau stabilisiert.

Hülsta plant, in der Insolvenz 300 Stellen abzubauen. Störmer Küchen bekommt mit der Niu Tech GmbH einen neuen Mehrheitsgesellschafter, der ebenfalls zum Netzwerk um den österreichischen Immobilienunternehmer Cevdet Caner gehört.

Area30-Veranstalter Trendfairs plant ab November 2024 eine Einrichtungsmesse namens Siex in der Schweiz. Ein dem Liechtensteiner Fürstenhaus zuzuordnender Fonds übernimmt die Afinum-Anteile an Cotta. Erpo liefert ab sofort Betten und andere Polsterartikel für Kettnaker. Aufgrund der räumlichen Nähe kann gemeinsam ausgeliefert werden.

Kai Trüggelmann, geschäftsführender Gesellschafter des Hochwertanbieters A.Trüggelmann GmbH & Co. KG, muss die Reißleine ziehen und zum Amtsgericht gehen. Auch der Matratzenmarkt ist unter Druck, im Preiseinstieg, im Mittelbauch. Auch hier gilt: Je teurer, desto besser. Im Massenmarkt dagegen: Gürtel enger schnallen. Eine INSIDE-Marktbetrachtung.

Dezember: Kommt XXXLHome24?

Der dänische Filialist Ilva - gehört zu Lars Larsen - und XXXLutz haben beide ehrgeizige Expansionspläne in der Ikea-Heimat Schweden. Lutz plant dort mit 22 Häusern. Auf dem deutschen Markt wird Meda Küchen bald die 30. Filiale eröffnen.

Beim Iwofurn Summit in Köln gewährt Martin-Gesellschafter Nicolas Martin stellvertretend für die Großfläche schockierende Einblicke in die Rekla-Quoten. Ikea Deutschland denkt zaghaft über eine Wiederaufnahme der Expansionspläne mit Großflächenhäusern nach. Bei Rutar in Villach zieht der Lebensmittelhändler Billa mit ein.

In Berlin soll Mitte 2023 die Mall of Design an den Start gehen und Lieferanten mit einer Community von rund 2.500 Designern und mit Hunderten Ausstattern von privaten und institutionellen Projekten vernetzen.

Mit Warendorf muss ein weiterer Küchenhersteller Insolvenzantrag stellen. In UK nimmt die Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) "einige Online-Verkaufspraktiken" von Emma Sleep genauer unter die Lupe. Zum Ende der Angebotsfrist hat XXXLutz mehr als 80 Prozent der Home24-Aktien eingesammelt. Die kartellrechtliche Freigabe steht noch aus.

Der Premium-Fraktion fehlt der Januar als IMM-Termin. Eine Reihe von Showroom-Tagen und ein Event in Eindhoven sollen Abhilfe schaffen.

Lutz kriegt den Segen des Bundeskartellamts für den Einstieg bei Möbel Braun, Egger will die Mehrheit am italienischen Holzwerkstoffproduzenten Saib übernehmen und Alliance strukturiert Einkauf und Markenverantwortung neu.

  • Schlagzeile: Eigene Wissensdatenbank
  • H1: Die eigene Wissensdatenbank

Knapp 50 Teilnehmer wählten sich in der vergangenen Woche zum 3. INSIDE KI-Webinar ein. Das Thema lautete: „Aufbau von Wissensdatenbanken und deren Nutzung durch GPTs und KI-Agenten.“ Wie generiere ich Wissen? Wie kann ich es speichern und einfach und schnell abrufen? Wie können Unternehmen sich in die Lage versetzen, auf das eigene Firmenwissen zuzugreifen? Wie kann KI dabei unterstützen? Klaus Kallenbrunnen, Gründer der Tech-Beratung Dinited aus Karlsruhe, brachte das Thema in 60 Minuten auf den Punkt. Im Webinar blieben die Teilnehmer aus Industrie und Handel bis zum Schluss am Ball. Kallenbrunnen kann komplizierte Themen in einfache Worte fassen. Eine Qualität, die in komplexen Zeiten Gold wert ist.

Wie fange ich an? Kallenbrunnen: „Zeitfresser im Team, in der Organisation ermitteln und die echten Potenzialträger identifizieren.“ Bis zu 1,5 Stunden ist jeder Mitarbeiter beschäftigt, um sich die Informationen zu beschaffen, die er benötigt. Das ist nicht nur Zeitverschwendung, sondern teuer. Günstiger ist es in eigene Wissensdatenbanken zu investieren.

Wer wissen will, wie das geht, kann gerne die Präsentation bei uns anfordern – ein kostenloser INSIDE-Service. Einfach kurze Mail an:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Gerne stellen wir auch direkten Kontakt zu Klaus Kallenbrunnen und seinem Team her.

  • Schlagzeile: Fahrplan für bessere Zeiten
  • H1: Der 5. INSIDE Branchen-Gipfel: Ein Fahrplan für bessere Zeiten

Der INSIDE Branchen-Gipfel findet am 25. April zum 5. Mal statt – im 50. INSIDE-Jahr. Wir arbeiten an einem Programm für bessere Zeiten. 

Uns steht ein intensiver November bevor. Am 1. Dezember werden wir in die Frühbucherphase für den 5. INSIDE Branchen-Gipfel starten. Wir werden in den nächsten Tagen nach und nach die Gipfel-Webseite www.inside-branchen-gipfel.de anfüttern – mit Programm, Protagonisten und Ideen für das kleine Jubiläum. Wir haben viel vor am 25. April, wieder in der Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe in München.

In den Corona-Hochzeiten erlebte die Branche einen beispiellosen Boom. Gerade rutscht der Markt in ein historisches Tief. Zumindest wird es so meist prognostiziert. Ob es ganz so schlimm kommt, weiß keiner. Klar ist: Die Lage ist komplex und schwierig. Wir werden mit dem nächsten Gipfel eine Plattform bieten für Austausch und Kommunikation – nach einem wohl harten Jahresstart. Wir haben uns mit dem nächsten Branchentreffen Ende April ganz bewusst vor den veranstaltungsreichen Mai gesetzt. Das Motto des 5. Gipfels: „Bergauf. Bergab. Nach vorne. Die vielen Treiber der Transformation.“

Wer sind die Treiber der Transformation? Es sind in erster Linie die Kunden, die heute und morgen anders ticken als gestern. Es sind die Megatrends der Jetztzeit, die vielen Krisen. Und es sind die Unternehmer und Macher im Markt, die zu so Vielem die richtigen Entscheidungen treffen müssen. Wir sind dabei, ein vielschichtiges Programm zusammenzustellen. Die Keynote wird Stephan Grünewald halten. Grünewald ist Diplom- Psychologe, Mitgründer des renommierten Rheingold-Instituts in Köln, Bestsellerautor, Lanz-Gast und vieles mehr. Die FAZ nannte ihn mal den „Psychologen der Nation“. 

Grünewald führt mit seinem Team jährlich mehr als 5.000 Tiefeninterviews zu aktuellen Fragen der Wirtschaft und der Gesellschaft durch. Rheingold arbeitet für viele große und kleine Unternehmen. Grünewald wird uns mitnehmen auf eine Reise zu den Wünschen, Sehnsüchten und Erwartungen der Deutschen. Wieder da sein wird auf dem nächsten Gipfel der ehemalige Handelsblatt-Chef und heutige Pioneer-Media-Inhaber Gabor Steingart, einst als Keynote-Speaker auf dem Gipfel eine Wucht – und beim nächsten Mal Talk-Gast am Abend zur Krisenlage in der Wirtschaftswelt und zu seiner aufstrebenden Medienmarke in einem ab Medienmarkt. Steingart ist selbst Transformator. Best practice sozusagen.

Vor ein paar Tagen waren wir zudem in Nürnberg, um uns mit Adam Lawrence zu treffen. Lawrence ist Brite, Unternehmer, Buchautor, einer der weltweit führenden Innovationsexperten, Gastprofessor an Unis in Madrid und Hongkong. Auch Adam wird dabei sein, auf der Gipfel-Bühne, dort über die größten Missverständnisse bei Veränderungsprozessen sprechen, und auf dem neuen Gipfel-Basecamp. Das Workshop Format läuft am Tag nach dem Gipfel, also am 26. April vormittags statt Weißwurstfrühstück ebenfalls in der Kongresshalle und im Foyer. Wir haben nach dem letzten Gipfel genau zugehört. Den Wunsch nach mehr Zeit, den berühmten Deep Dives zu bestimmten Themen, mehr Interaktion und Diskussion greifen wir im neuen Basecamp auf.

Auf dem Basecamp werden Firmen wie Amazon, Ebay, Rheingold, moebel.de und einige mehr Sessions und Workshops hosten. Mr. Savings Torsten Bendlin wird mit seinem Bielefelder Start-up Valuedesk dabei sein und auf dem Basecamp ein Zelt für Zukunftsstrategien in Krisenzeiten aufstellen. Es wird auf dem Basecamp um Marktplatzstrategien gehen, um Kreativität und Mut, um neue Ideen und um die Währung der Zukunft: um Daten.

Es werden kreative Köpfe wie Florian Berger (Donkey, &Mylk) oder Philip Kehela (Mokebo) als Sparringspartner dabei sein. Und einige mehr. Das Basecamp wird für alle Gipfel-Bucher ohne Aufpreis inklusive sein. Es wird aber auch solo buchbar sein und Digital-, Produkt-, Vertriebs- und Marketingprofis aus dem weiten Möbelmarkt eine neue Plattform für die Beschäftigung mit wichtigen Zukunftsthemen bieten. Hierzu werden wir, wie auch zum Gipfel-Haupttag, die 50 jungen Nachwuchskräfte einladen, denen wir im 50. INSIDE-Jahr ein Gipfel-Ticket schenken – und eine Session mit Innovationsgranate Adam Lawrence.

 

  • Schlagzeile: Vor dem Start

„Und jetzt? Auf der Suche nach guten Antworten – mit Sinn und Verstand!“

Das Motto steht. Am 7. Mai ist wieder INSIDE Branchen-Gipfel. Beim Programmmachen biegen wir auf die Zielgerade ein. Details folgen in den nächsten Tagen. Wir werden nach vorn schauen – und mit dem führenden Kongress im Home & Living-Markt die relevante Plattform für Austausch und neue Ideen bieten. Braucht es beides in diesen Tagen dringender denn je.

Wir sind dabei, ein Programm auf die Beine zu stellen, das frisch und bunt ist, das Impulse liefert, ein Programm, das nicht nur Krisenbewältigung vor Augen hat, sondern Lust macht, das eigene Geschäft mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, die eigenen Überzeugungen vielleicht für einen Moment in Frage zu stellen, sich anzusehen, wie es andere machen.

Am 1. Dezember starten wir in die Anmeldephase für den nächsten Gipfel in der wunderbaren Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe in München und für das 2. Gipfel-Basecamp am Vormittag des 8. Mai.

Der Plan für das nächste Basecamp: Wir werden dort die AI-Revolution aus der trockenen Theorie in die operative Praxis des Möbelmarktes holen.

Bald mehr an dieser Stelle und auf www.inside-branchen-gipfel.de.

  • Schlagzeile: Um die Ecke schauen
  • H1: 6. INSIDE Branchen-Gipfel

Das Programm für den 6. INSIDE Branchen-Gipfel ist online und gedruckt. In dieser Woche stand der erste Briefing-Frühstückskaffee mit den Gästen des Gründer-Talks im Kalender.

Um es kurz zu machen: Es war eine super erfrischende halbe Stunde auf Teams. Mit dabei: Die Berliner Galeristin, Kuratorin und Influencerin Anahita Sadighi, Nick Pyka, der gelernte Bäcker und Design-Autodidakt, der mit seinem jungen Label Niroh gerade bei Weckesser einzieht und bei Staude Concept schon neugierig gemacht hat, Ritterwerk-Nachfolger Moritz Schüller, Formbar-Gründer Alessandro Quaranta und Nicola Pattberg, die mit ihrer Agentur Brandmade gerade nicht nur das Kommunikationsdesign für die Fußball-Europameisterschaft mitgestaltet, sondern davor auch auf dem Gipfel in München vorbeikommt.

Um was wird es uns gehen? Wir wollen mit dieser Runde den Etablierten zeigen, dass es auch ganz anders geht, als man denkt. Wer sehnt sich nicht nach solchen Momenten? Man weiß viel oder fast alles, ist sich seiner Sache sehr sicher. Und plötzlich biegt einer um die Ecke und macht einen gedanklich frisch.

Nach solchen Chancen haben wir gesucht. Wir haben das Programm für den nächsten Gipfel unter genau diesem Leitgedanken zusammengestellt. Wir wollen eine Bandbreite an Themen und Personen auf die Bühne bringen, aus der sich jeder – ob junge Kreativkraft, ob Unternehmer in der vollen Blüte des eigenen Schaffens, der jede Herausforderung als Chance wahrnimmt, oder ob erfahrener, mit allen Wassern gewaschener Vorturner – etwas herauspicken kann, wenn er will, für die Reise nach vorne, ins irgendwie so komplizierte Morgen.

Marcus Diekmann, Ex-Rose-Bikes, jetzt Armedangels, wird über die Pioniere der Zukunft sprechen. Kurt Beier mit Dirk Hardeck in einem ungewöhnlichen Duo über ihre Überzeugungen und ihre Ideen für ihre so unterschiedlichen Unternehmen. Mit Brand-eins-Chefin Gabriele Fischer, die jeden Tag nur mit Wandel und Transformation im deutschen Mittelstand zu tun hat, sprechen wir zur Frage, wie man sein Haus jung hält.

Häfele-CEO Gregor Riekena spricht über den inneren Change beim Milliardenkonzern Häfele, Carolin Kutzera über ihren Plan für den Polsterer Bretz, der in seiner Geschichte schon so viele Häutungen durchgemacht hat. Wir haben mit Google-Designer Mauro Rego eine sehr renommierte Kraft in der internationalen Design-Welt bei uns, die über die kundennahe Gestaltung von KI-Services sprechen wird.

Mit Markus Feldenkirchen kommt einer der Top-Journalisten des Landes, um über die großen Fragen in Gesellschaft und Politik zu sprechen. Im Handels-Panel am Nachmittag sprechen wir mit Martin Wetscher, Mireille Hilgert (Kichechef), Ikea-CTO Jeremy Drury, Love Edquist (Küchenheld) und Jan Filler von Otto über die digitalen Herausforderungen der Zukunft. Der neue VDM-Präsident Leo Lübke wird weniger über Cor reden als über das, was die deutsche Küchen- und Möbelindustrie dringend ändern muss.

Wir freuen uns auf den großen Generationen-Talk mit Familie Benz. Und Keynote-Speaker Karl-Heinz Land ist ohnehin genau der Mann für diese Tage. Sein Thema: „Transformation im Quadrat – Was zu tun ist, um im Rennen zu bleiben.“

Das komplette Programm gibt es hier zum Download.

  • Excerpt: Wir starten in die große Rheingold-Studie zum Einrichten und Wohnen der Zukunft. Die zentralen Ergebnisse diskutieren wir auf dem 7. INSIDE Branchen-Gipfel am 6. Mai. Im Theresiensaal der Alten Kongresshalle können Gipfel-Gäste zudem mit den Studienergebnissen interagieren und tiefer einsteigen. Auch das Basecamp am Vormittag des 7. Mai wächst.
  • Schlagzeile: So wohnt Deutschland
Wir starten in die große Rheingold-Studie zum Einrichten und Wohnen der Zukunft. Die zentralen Ergebnisse diskutieren wir auf dem 7. INSIDE Branchen-Gipfel am 6. Mai. Im Theresiensaal der Alten Kongresshalle können Gipfel-Gäste zudem mit den Studienergebnissen interagieren und tiefer einsteigen. Auch das Basecamp am Vormittag des 7. Mai wächst.
  • Schlagzeile: Start in die Frühbucherphase!
  • H1: 7. INSIDE Branchen-Gipfel: Start in die Frühbucherphase!

Wir freuen uns, nach bereits aufregenden Monaten der Vorbereitung in dieser Woche die Frühbucherphase für der 7. INSIDE Branchen-Gipfel einzuläuten.

Der Gipfel hat unter www.inside-branchen-gipfel.de eine vollkommen neu gestaltete Heimat bekommen. Einen Besuch der neuen Gipfel-Webseite können wir empfehlen! Das Motto des 7. INSIDE Branchen-Gipfels am 6. und 7. Mai 2025 in der Alten Kongresshalle lautet: Der Weg ins Zuhause von morgen

Die Zeiten sind schwierig. Wir vom INSIDE sind fest davon überzeugt, dass es wichtig ist, Ihnen gerade in diesen Zeiten eine unabhängige Plattform zu bieten, auf der Sie sich treffen, austauschen, motivieren, stimulieren können. Wir haben ein Programm zusammengestellt, das Energie geben wird. Und wir haben Protagonisten für die Bühne gecastet, die von der Keynote bis zum großen Gipfel-Talk am Abend und zum Basecamp am nächsten Vormittag Impulse aus den verschiedensten Blickwinkeln für Ihr unternehmerisches Handeln geben können. Denn es wird ein Morgen geben.

Auf www.inside-branchen-gipfel.de finden Sie alle Protagonisten auf einen Blick, einen ersten groben Ablauf. Sie erhalten Zugriff auf deutlich über 250 Hotelzimmer, die wir in München rund um den Gipfel geblockt oder bereits für Sie gebucht haben – sowie den Link zur Gipfel-Anmeldung.

Ebenfalls auf der Seite finden Sie ein Paket, das wir für junge Nachwuchskräfte geschnürt haben: Wir sponsern 25 Tickets für junge Nachwuchskräfte unter 25, die ihren Weg im Einrichtungsmarkt machen wollen. Weitere Updates und Infos rund um den Gipfel werden wir in den nächsten Tagen durchgeben.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle unseren Partnern, die wir für den nächsten Gipfel gewinnen konnten. Mit Stolz vermelden wir, dass folgende Firmen als Premium-Sponsoren des 7. INSIDE Branchen-Gipfels an Bord sind: Bosch Hausgeräte, Interprint, Kesseböhmer, Sicam, Swiss Krono, Topstar, Valuedesk, Vauth Sagel und Välinge.

Wir halten die Ticketpreise im Gipfel-Jahr 2025 stabil, auch dank unserer Sponsoren. Für Schnellentschlossene geht`s hier direkt zur Gipfel-Anmeldung! Wir freuen uns auf Sie!

Gipfel bild Fotor

  • Schlagzeile: Social Selling auf LinkedIn
  • H1: Social Selling auf LinkedIn

Torben Fangmann ist Co-Founder von Smovement, einer auf B2B-Sales und -Marketing spezialisierten Social-Selling-Fokusberatung aus Osnabrück. Fangmann, geboren in Lohne, ist studierter Betriebswirt mit Fokus Marketing/Vertrieb und hat sich 2024 nach verschiedenen Stationen, zuletzt beim Sondermaschinenbauer Lenkering aus Steinfeld, mit Smovement selbstständig gemacht. Bei Lenkering hatte Fangmann erst sein eigenes Linkedin-Profil, dann fünf weitere im Unternehmen, in neue Höhen gehievt. Und mit dieser Erfahrung seine eigene Firma Smovement gebaut. Auf dem Gipfel-Basecamp am 7. Mai wird Fangmann gegen 11.15 Uhr seinen ca. 45-minütigen Workshop präsentieren, unter dem Titel: „Wie LinkedIn zum zentralen Hebel im B2B-Vertrieb wird.“

Fangmann: „Die Möbelbranche ist ein Sektor, in dem Beziehungen und Vertrauen traditionell durch persönlichen Kontakt aufgebaut werden. Doch was passiert, wenn wir diesen Vertrauensaufbau digitalisieren? Genau hier setzt Social Selling an – und LinkedIn wird zur Schlüsselplattform für den modernen B2B-Vertrieb.“

Von Torben Fangmann

Hi, ich bin Torben Fangmann, Co-Founder der Social-Selling-Fokusberatung Smovement. Mein Weg begann in der Industrie: Seit knapp zehn Jahren arbeite ich in Marketing und Vertrieb in Branchen wie Automotive, Maschinenbau und der Kunststoffverarbeitung – allesamt Felder, in denen Social Media als Vertriebskanal lange undenkbar schien.

Vom Industriekind zum Social-Selling-Nerd

Was habe ich da nicht immer alles gehört? „Unsere Produkte sind zu komplex für LinkedIn.“ „Social Media passt nicht zu unserem Vertriebsmodell.“ „Unsere Kunden sind nicht auf LinkedIn und Co. unterwegs.“

Doch genau solche Klischees haben uns damals angespornt, das Thema erst recht anzugehen. Aus dem unscheinbaren Mittelstand heraus durfte ich extrem wertvolle eigene Erfahrungen sammeln und eine Methodik entwickeln, die speziell für komplexe B2B-Prozesse ausgelegt ist. Um Social Selling größer zu denken als die reine LinkedIn-Präsenz. Um wirksame Synergieeffekte mit anderen Marketing- und Vertriebsmethoden zu heben, die dafür sorgen, dass Social Selling in traditionellen Vertriebsorganisationen, für komplexe Produkte und anspruchsvolle Zielgruppen funktioniert.

Das holistische Social-Selling-Stufenmodell

Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Markus durfte ich das „Holistische Social-Selling-Stufenmodell“ entwickeln – ein konsequent praxisorientiertes Framework, das LinkedIn als Dreh- und Angelpunkt im B2B-Vertrieb begreift. Dabei gehen wir weit über die üblichen LinkedIn-Blueprints hinaus: Wir betrachten Social Selling als ganzheitlichen Prozess, der Strategie, Content, Community Management und die konkrete Vertriebsarbeit (auch über LinkedIn hinaus) miteinander verknüpft.

  • Stufe 1: Strategie und Positionierung
  • Stufe 2: Aktion und Content Marketing
  • Stufe 3: Interaktion und Community Management
  • Stufe 4: Integration in die Vertriebsprozesse
  • Stufe 5: Transformation der Vertriebsorganisation

Unsere Arbeit zeigt: Gerade in beratungsintensiven Märkten wie der Möbelbranche bietet LinkedIn enorme Potenziale. Entscheider sind längst dort aktiv – die Kunst besteht darin, sich als vertrauenswürdiger, relevanter Ansprechpartner zu positionieren.

Was bringt das in der Möbelbranche?

Aktuell dürfen wir mehrere smarte Menschen aus der Möbelwelt auf ihrer persönlichen Social-Selling-Reise begleiten. Die Projekte zeigen: Die Möbelbranche lebt von Inspiration, Trends und Expertise. LinkedIn ermöglicht es, genau diese Elemente gezielt zu spielen:

  • Netzwerkaufbau: Verbindungen zu Entscheidern, Architekten, Designern und Einkäufern entstehen durch strategisches Networking.
  • Content & Storytelling: Mit relevanten Inhalten können Unternehmen und Vertriebler ihre Positionierung stärken und ihre Kompetenz zeigen.
  • Community Management: Durch aktiven Austausch wird Vertrauen aufgebaut – der Grundstein für langfristige Geschäftsbeziehungen auf allen Ebenen.
  • Direkter Vertrieb: Mit der richtigen Ansprache und klarem Prozess (inkl. Systemintegration) kann LinkedIn zum direkten Umsatztreiber werden.

Exklusive Einblicke beim INSIDE Branchen-Gipfel

Am 7. Mai habe ich die Ehre, auf dem INSIDE Branchen-Gipfel exklusive Einblicke in unser Social-Selling-Stufenmodell zu geben. In meiner Session erfahrt ihr, wie ihr Social Selling auf euer individuelles B2B-Geschäftsmodell anpassen könnt – mit konkreten Anleitungen und praxisnahen Empfehlungen.

LinkedIn ist längst mehr als nur eine Plattform für Lebensläufe. Richtig eingesetzt wird es zum zentralen Hebel für ganzheitliche Vermarktung (Marketing + Vertrieb) – auch und gerade in der Möbelbranche. Ich freue mich darauf, dieses Potenzial gemeinsam mit euch zu erschließen.

  • Schlagzeile: Bis zum Raketenstart
  • H1: Vom Küchen-Vertrieb der Zukunft bis zum Raketenstart

„Isar Aerospace, eine Ausgründung der Technischen Universität München (TUM), hat den ersten Testflug seiner Rakete absolviert – und damit auch den ersten Start einer Rakete, die Lasten in den Orbit transportieren soll, von Westeuropa aus. Mit dem System sollen künftig kleine und mittelgroße Satelliten ins All gebracht werden, die für zahlreiche Zukunftstechnologien entscheidend sind. Die Start-up-Gründung durch drei Absolventen wurde an der TUM intensiv gefördert.“

Mit dieser Meldung konnte vor ein paar Tagen die TU München (TUM) rausgehen. Viele haben es gesehen oder anders wahrgenommen. Isar Aerospace mit Sitz in Ottobrunn bei München hat eine 28 Meter lange Trägerrakete vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya in Richtung Himmel geschossen. Keine Chinesen, kein Elon Musk. Nein, eine Firma aus Bayern. Mittendrin: Prof. Dr. Helmut Schönenberger.
Schönenberger, Vice President Entrepreneurship der TUM und im Jahr 2002 Mitgründer und seitdem CEO der UnternehmerTUM GmbH, wird auf dem 7. INSIDE Branchen-Gipfel am 6. Mai einen der hochkarätigsten Gipfel-Talks bereichern, den der Gipfel bisher gesehen hat. Vor dem legendären Anzapfen des Augustiner Holzfasses. Gegen 18.00 Uhr werden wir mit drei weiteren Gästen auf der Bühne auf die Zielgerade einbiegen.

Neben dem Luft- und Raumfahrttechniker, Gründer-Brain Schönenberger, der mit UnternehmerTUM das größte Zentrum für Gründung und Innovation in Europa lotst, dann auf der Bühne: die Rheda-Wiedenbrücker Küchenfachhändlerin Olga Kliewer, die mit VR-Brille, Instagram und Herz ein bemerkenswertes Puzzlestück zum Küchenverkauf der Zukunft setzt. Wir freuen uns in der Runde auf Tech-Unternehmer Torsten Bendlin aus der Pokalfinalstadt Bielefeld, früher mal Einkaufschef der Nolte-Gruppe. Paar Jahre her. Mit 46 Jahren hat Bendlin 2016 nochmal neu angefangen und mit seiner Performance-Plattform Valuedesk ein Start-up in die Welt geschossen, das heute Kunden vom kleinen Mittelständler bis zur Oetker-Gruppe unterstützt, um das eigene EBIT zu verbessern. Firmen wie KEB, Jansen, Körber, Marantec, Wiemann, Segmüller, Phoenix Contact stehen heute auf der Valudesk-Kundenliste.

Auf der Bühne am Abend dann auch nochmal Gipfel-Keynote-Speaker Markus Gabriel. Gabriel, 44, zählt zu den meistdiskutierten deutschen Philosophen der Gegenwart. Er lehrt als Professor an der Universität Bonn, wo wir ihn vor Kurzem besucht haben. Erkenntnistheoretiker Gabriel sprüht nur so vor Tatendrang, ist selbst Unternehmer, hat verdammt viel vor, arbeitet an einem Tech-Start-up und plant eine eigene Beratung zu gründen, die die gute Entscheidungsfindung im Sinne moralisch positiv besetzter Werte zu einem neuen unternehmerischen Erfolgsfaktor machen will.


Der Titel des abendlichen Abschluss-Talks auf dem 7. INSIDE Branchen-Gipfel:


Neues erfinden
Sich neu erfinden
Die Macher von morgen
Der große Gipfel-Talk am Abend

Wer dabei sein will, muss nur ein Gipfel-Ticket buchen und sich dann unter mehr als 400 Gästen in der Alten Kongresshalle mischen. Wo? Hier geht’s zum Gipfel-Programm und zu Ihrem Gipfel-Ticket: www.inside-branchen-gipfel.de

  • Schlagzeile: Leads von Bosch

Bosch-Händler bekommen Kunden in ihrer Region künftig von Bosch Hausgeräte vermittelt, wenn sie bei der neuen Accent-Line-Videoberatung mitmachen.

Funktioniert so: Endkunden, die sich auf www.bosch-home.com über die Gerätelinie Accent Line informieren, bekommen das Angebot für einen Videoberatungstermin. Wer sich über das Web-Formular registriert, soll innerhalb von 24 Stunden einen Termin kriegen – und der entsprechende Händler die Kontaktdaten.

17,6 Mio Besucher kann Bosch nach eigenen Angaben über seine Webseite auf die Videoberatung aufmerksam machen. Begleitet wird die Aktion durch zielgruppengenaue Werbemaßnahmen mit YouTuberin Sally Özcan. Und klar, das gibt`s exklusiv nur für Accent-Line-Partner im Küchen- und Möbelhandel. 

  • Schlagzeile: Der Griff zum Gerät

Die Hausgeräteindustrie setzt auf neue Farben. Der Zulieferer Adek zieht mit.

Das erste Gespräch mit Michael Kurek, Inhaber von Adek Bauteile, haben wir am „schmutzigen Donnerstag“ um 10 Uhr geführt. Kurek hat sich extra eine Krawatte umgebunden. Noch sitzt sie. In Erkrath, nahe Düsseldorf, ist die Wahrscheinlichkeit allerdings gering, dass das so bleibt. Dort hat das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1988 seinen Sitz. Die Produktion dagegen, aufgebaut mit deutschem Knowhow, befindet sich an einem Standort, in dem die Karnevalstraditionen weniger verwurzelt sind, im türkischen Adapazari, 140 Kilometer östlich von Istanbul. Von dort kommt der Großteil der Produkte. Kleine Stückzahlen werden auch in Deutschland produziert.

Angefangen hat Adek Bauteile mit Filtern für Dunstabzugshauben. 1999 entschied man sich, auch Griffe für Backöfen und Kühlschränke zu fertigen. Inzwischen werden täglich rund 50.000 Teile produziert. „Wir beliefern fast alle großen Elektrogerätehersteller in Europa und den USA, teils bis Australien“, sagt Michael Kurek. In Adapazari, wo 20.000 qm Produktionsfläche zur Verfügung stehen, arbeiten 1.500 Leute – nah an der dortigen Hausgeräteindustrie.

Etwa 40 Leute beschäftigt Adek in Deutschland. Hier verfügt die Firma über 2.500 qm Lagerfläche. Kurek: „Wir bekommen Abrufaufträge und haben die Ware für etwa einen Monat auf Vorrat.“ Ähnliche Systeme bestehen in den Hausgeräte-Produktionsländern Polen, Spanien und Italien. Im letzten Sommer entschloss Adek sich – die Anregung gab ein befreundeter Designer – passend zu den Geräte-Griffen auch Grifflösungen für die Küchenmöbelindustrie anzubieten. Farblich passend zu den neuen Trends, mit denen einige Gerätehersteller nun stärker in den Markt kommen. Kupfer, Champagner und Anthrazittöne gehören dazu. „Diese Farben können nicht viele“, sagt Kurek, der zunächst die deutsche Küchenmöbelindustrie mit seinen Produkten adressieren will. Kupfer beispielsweise ist jetzt stark im Kommen, erklärt Kurek uns. Küppersbusch hatte das vor Jahren schon im Sortiment. Breiter durchzusetzen scheint sich der Farbton jetzt erst.

Adek kann in Losgröße 1 liefern und beherrscht neben Pulverbeschichtung auch Eloxalfarben. Ein Eloxalfarbbad einzurichten kostet das Unternehmen um die 20.000 Euro, so dass das nicht zu den Selbstverständlichkeiten gehört. Laserbeschriftung und Gravur sind inhouse möglich, nur Chrombeschichtung macht man nicht selbst.

AEG

  • Schlagzeile: In die Offensive

Fast zwei Jahre ist es her, dass Ralf Birk als neuer Vertriebschef für den Möbel- und Küchenfachhandel bei Electrolux Deutschland angefangen hat. Noch hat er einiges vor der Brust, die Ziele sind hoch gesteckt, wie man während einer Pressekonferenz im Kitchen Center Löhne in diesem September hören konnte. Die Ankündigung des Messeherbstes lautet so: „Wir wollen die Marke AEG zur Nummer 3 im Küchenhandel machen“, sagt Birk. Klares Statement. Hieße dann wohl, direkt nach Siemens und Miele. Bis etwa 2025 soll das erreicht sein.

Geschafft werden soll das durch Produktinnovationen, durch eine Serviceoffensive und durch eine Markenkampagne („Für alle, die mehr erwarten“), die nicht nur in Richtung Endkunde wirken soll, sondern auch in Richtung der Handelspartner, die die Nürnberger noch besser am POS unterstützen wollen. Wie weit die Marke AEG dabei ist, davon konnte man sich in Löhne überzeugen.

So packt man das Thema integrierter Dunstabzug beispielsweise noch einmal deutlich anders an als andere im Markt, indem die Montage stärker in Fokus rückt. So werben die Nürnberger damit, dass zwischen Kauf und Inbetriebnahme des FlexiBridge XT nur 30 Installationsschritte liegen. Bei den Wettbewerbern liegt die Zahl der Installationsschritte laut AEG bei zum Teil bei 38, 67 oder gar 85.

Doch auch das Thema Service ist ein Schwerpunkt in der Strategie. „Die Reparatur eines alten Geräts verlängert nicht nur die Lebensdauer, sie verringert auch die Umweltauswirkungen im Vergleich zum Kauf eines neuen Produkts“, sagte Nermin Tubić, Leiter Ownership Sales & Services Electrolux DE/AT. Als neues Tool soll der AEG Remote Service an den Start gehen.

AEG

  • Schlagzeile: Ein Zuhause für die Marke
  • H1: AEG: Ein neues Zuhause für die Marke

Von Finanzamt-Charme zu New-Work-Vorbild: Electrolux Deutschland hat den Standort Nürnberg frisch gemacht. Und ein neues Zuhause für die Hauptmarke AEG geschaffen.

Als er vor etwa zehn Jahren seinen ersten Arbeitstag bei Electrolux hatte, das sagte Deutschland-Geschäftsführer Michael Geisler bei der Eröffnung des neuen, „Home of AEG“ genannten Showrooms Mitte Oktober, da hätten die Büros einen „Finanzamt-Süd-Charme“ versprüht. Behördengraue Büromöbel stehen auch heute noch in den Großraumbüros in der oberen Etage des Gebäudes. Allerdings sind sie sie inzwischen mit Korpen in hellem Eichendekor ummantelt. Den Großteil des Mobiliars, den hat Electrolux nämlich nicht entsorgt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes aufgemöbelt.

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AEG

  • Schlagzeile: Vermarktungskonzept

Dinge neu zu machen in herausfordernden Zeiten – das erwartet man nicht unbedingt von allen im Markt. Insofern setzte die AEG mit ihrem Auftritt in Löhne in diesem Jahr durchaus ein Zeichen. Geschäftsführer Michael Geisler stellte denn auch das neue Vermarktungs-Konzept der Marke in einen historischen Zusammenhang: „AEG hat den ersten elektrischen Haartrockner erfunden. Zwischendurch hat

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