07. Mai 2021, 15:00
Es wird nicht die letzte derartige Nachricht sein: Nach der gestrigen Meldung von Miele hat nun auch AEG/Electrolux ihre Ifa-Absage für den Herbst 2021 öffentlich gemacht, zunächst in Form eines Händlerrundschreibens.
Nach Ablauf der Stornofrist Ende April waren im Flurfunk zwar schnell einige Namen von Unternehmen aufgetaucht, die ihre Ifa-Teilnahme in diesem Jahr (wieder) aussetzen, mit offiziellen Bestätigungen hatten sich die Hersteller jedoch auf Nachfrage zunächst zurückgehalten. Kein Wunder, das Thema ist sensibel. Im Gegensatz zu anderen internationalen Messen hatte die Berliner Messegesellschaft bei der Ifa 2020 auf ein Hybridkonzept mit kleiner Präsenz gesetzt. Um die 5.000 Besucher waren zugelassen. Was wenigstens einen Hauch von Normalität zurückbringen sollte, wirkte auf viele Teilnehmer dann aber doch eher traurig. Schnell war klar: Einen geplanten „Totentanz“ sollte es 2021 nicht wieder geben.
Wo wir in Deutschland im Herbst stehen, weiß heute noch keiner wirklich. Weiterhin hoffen freilich alle, dass die Lage bis dahin deutlich besser ist. Doch ob das auch weltweit der Fall sein wird? Die Ifa – eigentlich vom Start weg eine Erfolgsgeschichte für die Hausgeräteindustrie – macht sicherlich für ein lediglich nationales Publikum wenig Sinn. Dass gerade große Player, die mit viel Personal, großen Investitionen und längerfristiger Planung auf die Messe gehen würden, da auch in diesem Jahr nochmal auf Nummer sicher gehen wollen, leuchtet ein. Wenn es auch bitter für die Messe ist.
AEG wird statt der Ifa wie schon im letzten Jahr auf „alternative Kanäle“ setzen. An der Präsenz im Kitchen Center Löhne hält man bislang noch fest, erarbeitet für alle Fälle aber auch einen Plan B, der heißen könnte: „virtuell vor Ort“ plus ganzjährig Besuche im Showroom.