03. Februar 2022, 15:11
Das Business im Online-Verkauf von Elektro-Geräten hat sich hierzulande seit Pandemie deutlich verändert. Zwar ist die Nachfrage stark gestiegen, die Konkurrenz aber auch. Jetzt spürt auch Pure-Player AO, dass das Wachstum über Online-Kanäle in Deutschland nicht so leicht von der Hand geht wie erwartet. Zumindest liest sich so ein Trading Update mit Blick auf die ersten drei Quartale im Geschäftsjahr, den das Unternehmen Ende Januar rausbrachte.
Dort ist von einer „strategischen Prüfung“ des deutschen Marktes die Rede. Der Umsatz hierzulande fiel im dritten Quartal um 24 Prozent, während die Zahlen in Großbritannien um (nur) 12 Prozent nachgaben. Eine Erklärung liefert AO gleich mit: Die Konkurrenz im deutschen Online-Handel mit Elektronik wäre stark. Hinzu kämen gestiegene Ausgaben fürs digitale Marketing und Probleme mit der Lieferkette. Man gehe davon aus, dass sich diese Trends in Deutschland noch eine Weile fortsetzen. Ob AO wirklich aus dem deutschen Markt aussteigt, wird erst nach einer Prüfung entschieden. Es wäre nicht der erste Marktaustritt, 2019 hat sich AO bereits aus den Niederlanden verabschiedet.