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Bax Insolvenz

Bax

Verwalter zur Lage

27. Januar 2022, 9:43
Martin Schmidt

Nach dem am Mittwoch gestellten Insolvenzantrag der Küchenschmiede Bax aus Detmold hat sich der noch am selben Tag bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Martin Schmidt am Nachmittag einen ersten Überblick verschafft. Die erste Bilanz nach vier Stunden vor Ort: Schuld waren in erster Linie die im letzten Jahr rasant gestiegenen Materialpreise, die sich nicht schnell genug und in ausreichender Höhe an die Kunden weitergeben ließen. Mit diesem Dilemma ist Bax nicht allein und als kleiner 50-Mann-Betrieb vielleicht auch mit noch geringerer Einkaufsmacht ausgestattet als andere, so die Einschätzung des vorläufigen Verwalters.

In der jüngeren Vergangenheit hatte die Inhaberfamilie Wiese Geld zugeschossen. Nachdem nun allerdings in absehbarer Zeit keine Besserung der Lage in Sicht war, hat die Familie die Reißleine gezogen. „Es gibt bereits einen Plan“, sagt Schmidt, der auch heute Vormittag im Unternehmen ist und diesen erst noch prüfen wird. Den bisherigen Inhabern attestiert Schmidt, der die Bax-Assets seinerzeit aus einer früheren Insolvenz an diese verkauft hatte, grundsätzlich finanzielle Stärke.

Insolvenzgeld werde bis einschließlich März gezahlt, sagt Schmidt. Und: „Die Produktion läuft. Alle Aufträge werden ausgeführt und pünktlich geliefert.“

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