07. Oktober 2026, 12:45
Welche Perspektiven und Visionen hat der Fachhandel, wie bleibt er relevant? Wir haben bei Handelsexpertin Theresa Schleicher nachgefragt und erstaunlich praktische Tipps bekommen.
INSIDE: Hallo Frau Schleicher, schön, dass Sie sich Zeit für ein Interview nehmen konnten. Dann legen wir mal los: Wie kann man sich unentbehrlich machen?
Theresa Schleicher: Indem man sich zunächst einmal mit dem Grundgedanken anfreundet, dass niemand unentbehrlich ist. Sowohl als Person, wie auch als Firma. Als Küchenfachhändlerin muss ich erkennen, dass Menschen auch auf ganz anderen Wegen zu ihren Küchen kommen können, und dies ja teilweise auch tun. Der Fachhandel hat dann seine Daseinsberechtigung, wenn er für die Kunden Lösungen schafft. Auch wenn ich eine große Reichweite unter der potenziellen Kundschaft erzielen möchte: Immer zunächst daran denken.
Wenn die Umsätze im Küchenstudio sinken, die Menschen sich dort zwar beraten lassen, aber ihre Entscheidung noch herauszögern, was mache ich denn dann?
Wenn sich etwas nicht mehr verkauft, etwas nicht mehr funktioniert, dann muss ich natürlich schauen, dass ich mein Sortiment anpasse. Dazu gehört, dass ich mir Gedanken mache, welche zusätzlichen Produkte oder Produktkategorien ich anbieten und verkaufen sollte. Und gerade im Bereich Küche