08. September 2026, 13:05
Wenn Messe in Verl ist, werden mehrere Wochen lang, weit über die offizielle Dauer der Küchenmeile hinaus, rund 17.000 Menschen aus Ländern rund um den Globus durchs Nobilia-Messezentrum geschleust.
„Nur Küche“ gibt es bei Nobilia schon lange nicht. Spätestens, seit 2018 das Messe-Motto „More than kitchen“ lautete und eine entsprechende Kollektion samt eigenständigem Vertrieb eingeführt wurde, weiß das auch jeder. Der letzte Baustein war im vergangenen Jahr der Start im Schlafmöbelsegment. Bad, Living, Hauswirtschaftsraum, Dielen- sowie Speisezimmermöbel sind ebenfalls gesetzt.
Heuer lautet das Hausmessethema „From Vision to Home“. Nobilia sieht sich inzwischen als umfassender Systemlieferant. Die Zahl der Produktneuheiten ist wieder so groß, dass Vertriebschef Bernd Weisser sie gar nicht alle vorab aufzählen mag.
Eine Innovation hat das Unternehmen auch auf den Bretterschauen noch zurückgehalten. Selbst der eigene Vertrieb wird erst in diesen Tagen informiert. Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf verrät nur so viel: „Sie verbindet technische Innovation, Materialität und Design und zahlt gleichzeitig auf das Thema Nachhaltigkeit ein."
In Verl steht in diesen Zeiten im Fokus, Geschäftsmodelle zu optimieren und die eigene Wettbewerbsposition zu stärken.
Bernd Weisser sieht drei zentrale Handlungsfelder, an denen sowohl Industrie als auch Handel arbeiten sollten. Das erste ist die Kundenorientierung. Wohngewohnheiten verändern sich, ebenso die Entscheidungs- und Suchprozesse der Kunden. Wer Kundenwünsche weiterhin präzise treffen will, muss sich zügiger anpassen als bisher, so Weisser. Zweitens: Alte Musterschemata im Verhältnis zwischen Industrie und Handel sollten überwunden werden, um gemeinsame Wertschöpfung zu erreichen. Als dritten Punkt nennt Weisser die Reduzierung von Komplexität und die Optimierung von Prozessen.