14. April 2026, 14:51
Ikea erhöht die Anforderungen an seine Lieferanten, halbiert bis 2030 seinen CO₂-Fußabdruck und arbeitet mit Nachdruck an einem sauberen Gesamtpaket der „Grünen Küche“. Der Großteil der übrigen Branche dagegen geht das Thema allenfalls punktuell an. Dabei ist die Nachfrage vorhanden.
Eine von The Wild Goose aus Hamburg in Auftrag gegebene Konsumentenbefragung ergibt: 78,7 Prozent der Konsumenten sind grundsätzlich bereit, für eine nachhaltige Küche mehr zu bezahlen. Fast die Hälfte bewertet das Angebot einer Grünen Küche als „attraktiv“ oder „sehr attraktiv“. Der Markt ist aufgeschlossener, als die Branche glaubt. Wenn Ikea jetzt Nachhaltigkeit zum großen Marketingthema macht, hat die Küchenbranche ein Problem.
Am ganz anderen Ende des Markts denkt Bulthaup-Macher Marc Eckert radikal um: „Wir müssen an die Logik der Küche, die in der Branche seit der Frankfurter Küche gelebt und gepflegt wird, grundsätzlich ran. Nur mit neuen Labels und dem Umsetzen von EU-Richtlinien werden wir dem Thema nicht gerecht. Es geht darum, die Küche neu zu denken, den Materialeinsatz zu senken. Wir müssen die Küche enkelfähig machen.“
Weitere Insights, Daten aus der Studie, einen Blick auf Ikeas Nachhaltigkeitsstrategie und die Bedeutung für den Markt beleuchtet die Titelstory des neuen INSIDE Wohnen-Magazins, das an diesem Mittwoch in die Post geht – und am Nachmittag in den E-Reader.