15. Januar 2026, 16:16
Jeden Januar zieht es Technikbegeisterte nach Las Vegas, zur CES. Unter den Ausstellern dort sind regelmäßig Elektrogeräte- und Digital-Giganten wie Samsung und LG zu finden. Dieses Jahr lief es auf der CES in einer Hinsicht recht erwartbar – und doch gab es auch ein paar Überraschungen.
Die Südkoreaner waren vor einiger Zeit die ersten, die Kühlschränke mit Displays ausstatteten, und auch die ersten, die nun in einigen Ländern versuchen, daraus vermarktbare Werbe-Plätze zu schmieden. Dass sich ein Backofen oder eben ein Kühlschrank mit KI noch weiter pimpen lassen, das ist spätestens seit der letzten IFA allgemein auch kein großes Ding mehr. Nahezu alle großen Konzerne haben da etwas im Angebot und die CES 2026 bot diesbezüglich nur das Erwartbare.
Dennoch hatte die CES 2026 für die Küchen- und die Möbelbranche zwei besonders interessante Nachrichten parat. Erstmals war Ikea Aussteller auf einer CES. In den letzten Jahren hatten die Schweden ihre Smart-Home-Anwendungen gepusht: Immer mehr netzwerkfähige und zumeist auch günstige Produkte kamen auf den Markt: mal hier eine kleine Lampe, mal dort ein Bluetooth-Lautsprecher und immer wieder neue Sensoren für Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit etc. Zugleich hatte Ikea sich in den letzten Jahren hartnäckig darum gekümmert, den offenen Smart-Home-Standard Matter (inzwischen ist Matter-over-Thread eine ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung) auf die Produkte zu bringen. Ein Bekenntnis zu Matter hatten nahezu alle Großkonzerne schon zu Beginn des Standards gegeben (INSIDE Spezial Zuliefer 20), aber erst im Herbst 2022 war Matter in der Version 1.0 fertig – und Ikea weltweit der erste, der Produkte mit Matter am Start hatte (INSIDE Spezial Zuliefer 24). Inzwischen sind es einige Matter-fähige Produkte, und Ikea konnte sich so auf der CES 2026 glaubhaft als Aussteller mit Ambitionen präsentieren. Da Rezensionen der Ikea-Smart-Home-Produkte in der Community zuallermeist positiv ausfallen, haben die Schweden zurecht damit gerechnet, dass die Tech-Blogs das CES-Debüt abfeierten. Für jemanden, der 10-Euro-Lautsprecher auf den Markt bringt, nichts Selbstverständliches.
Die zweite Überraschung: Samsung wiederum