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Valcucine: Form folgt Fußabdruck

Die Valcucine-Strategie

Form folgt Fußabdruck

10. Oktober 2025, 10:27
Valcucine-Headquarter

Bei Valcucine soll Nachhaltigkeit kein Etikett sein, sondern Teil der Unternehmens-DNA. Die Italiener reduzieren, was geht – und zeigen, wie Premium mit weniger auskommt. Und das wird wohl auch unter dem neuen Chef weiter forciert werden.

Valcucine ist keine Marke für schnelle Trends. Der Hersteller aus Pordenone denkt Küche seit den 1980ern vom Ende her: Materialien sparsam einsetzen, Emissionen senken, Kreisläufe schließen, Lebensdauer maximieren. Das ist Produktpolitik – und keine Deko am Markenrand. Wer die Küchen sieht, erkennt die Logik sofort. Glasflächen, Aluminiumrahmen, verschraubt statt verklebt – Konstruktionen, die auf Reduktion zielen und zugleich den Recyclingpfad offenhalten. „Nachhaltigkeit war bei uns nie nur ein Trend“, sagt Daniele Prosdocimo, Marketingchef und bei Valcucine die Stimme der Nachhaltigkeitsstrategie nach außen.

Der Materialkern ist bewusst schmal. Glas hat sich als Markenzeichen etabliert: hart, hygienisch, vollständig recycelbar. Aluminium liefert die Tragstruktur, macht Rahmen schlank und Bauteile dauerhaft, ohne die Stabilität zu opfern. Das erlaubt Dematerialisierung in der Praxis, nicht nur im Claim. Prosdocimo verweist auf den „verdeckten“ Aluminiumrahmen hinter unterschiedlichen Paneelen – Holz, HPL, Stein – als Weichenstellung der frühen Jahre. Das Prinzip: weniger Masse, gleiche Funktion.

Ikonisch dafür steht Invitrum: Unterschränke ausschließlich aus Glas und Aluminium, komplett ohne Leim, verbunden über mechanische Schrauben. Am Lebensende lässt sich das System in sortenreine Materialien zerlegen – schnell, sauber, ohne zusätzliche Energie. Das ist Kreislaufdenken in Produktform, lange bevor Circular Economy zum Modewort wurde.

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