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Ein Besuch bei Systemceram

Westerwälder Widerstandskraft

21. September 2025, 11:35
Kevin Göbel und Markus Wegmann

Siershahn, ein Ort im Westerwald – ruhig gelegen, gut angebunden. Was dort entsteht, beherrschen nur wenige: die Produktion keramischer Spülen und Laborbecken mit hoher Fertigungstiefe und viel Erfahrung. INSIDE hat nachgespürt, wie Systemceram diese Nische geschickt ausfüllt.

Wer vom obersten Stockwerk des erst Anfang 2024 eingeweihten Systemceram-Head­quarters in Richtung Frankfurt schaut, braucht gutes Wetter – und scharfe Augen. Doch an klaren Tagen ist er zu sehen: der Elzer Berg, etwas mehr als 20 Kilometer entfernt. Der Architekt des Neubaus hat dieses Panorama bewusst eingeplant. Jetzt thront das fünfstöckige Gebäude als zweithöchster Punkt von Siershahn über dem Westerwald – nur der Kirchturm ist höher.

Im Nachbargebäude wird eine Produktion gesteuert, bei der jedes Detail zählt: vom Ton bis zur Spüle. Und manchmal hängt der Erfolg von Dingen ab, die nicht einmal zu sehen sind – wie etwa von den Pollen der Sonnenblume. In den warmen Monaten des Jahres setzen sie sich in den feinen Filtern der Lüftungsanlage ab. So wird verhindert, dass sie die Perfektion der fertigen Spüle stören. Im Winter zeigt sich das System von einer anderen Seite: Der große Tunnelofen, der dauerhaft bei hoher Temperatur von rund 1.240 Grad Celsius läuft, zieht so viel Luft, dass in den Hallen ein ständiger Unterdruck herrscht. An manchen Stellen im Werk entsteht dann ein Sog, der fast wie ein kleiner Sturm wirkt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört das längst zum Alltag.

Die Geburtsstunde: Vertrauen gegen Sicherheiten

Systemceram ist aus einem Unternehmensteil hervorgegangen, der lange

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