04. Mai 2025, 5:09
Nach langen Vorbereitungen und vielen, vielen Gesprächen geht es nun los mit der Mall of Design in Berlin – Treffpunkt und Arbeitsplatz für Interior-Designer und Ausstellungsort für Lieferanten aus dem gesamten Einrichtungsbereich. Der Kick-off ist zur Berlin Design Week im Mai geplant.
Die problematische Nachfolgesituation im mittelständischen Küchen- und Möbelfachhandel war es, die in ihm die Überzeugung hat reifen lassen, dass es neue Vertriebswege braucht im Markt, erzählt Volker Linnig bei einem INSIDE-Besuch in Berlin-Lichterfelde. Außen dran an der ehemaligen Möbelhausimmobilie steht zu diesem Zeitpunkt, am Faschingsdienstag, noch der Schriftzug Küchenbörse. In der Woche darauf, Anfang März, soll umgeflaggt werden auf Mall of Design.
Mit seiner Küchenbörse, die Ausstellungsküchen aus der Industrie an Endverbraucher vermarktete, war Linnig mit lautem Werbegeschrei in Berlin bis rein ins Umland der Bundeshauptstadt über viele Jahre erfolgreich unterwegs.
„Die Zeit ist vorbei“, sagt Linnig heute. Der Markt brauche das Konzept nicht mehr. In der für ein modernes Küchenstudio stark überdimensionierten Immobilie zieht Linnig gemeinsam mit Partnern und mit großer Ausdauer etwas Neues hoch.
Parallel läuft noch das Küchengeschäft weiter. Es hat sich mittlerweile in höhere Preislagen verschoben, mit Lieferanten wie Nolte, Miele, AEG und Bora, aber auch Impuls. Linnig nennt es „das alte System“. Weitere Veränderung: Etwa die Hälfte der Küchenkunden kauft inzwischen zusätzliche Produkte.
Mit seinem Projekt Mall of Design will Linnig Lieferanten aus dem gesamten Einrichtungsbereich gewinnen. Diese von ihm als „Investoren“ bezeichneten Unternehmen will er mit einer Community von rund 2.500 Interior-Designern zusammenbringen. „Kuppeln fürs Projektgeschäft“ stand über dem ersten INSIDE-Bericht zum Thema Ende 2022.
Mit Innenarchitektur-Organisationen ist die Zusammenarbeit bereits angelaufen.