25. September 2024, 12:19
Auf den Küchenmessen in OWL wird die Stimmung seit ihrem Start Ende letzter Woche konstant hochgehalten. Und das, obwohl inzwischen wirklich auch der letzte die Meinung aufgegeben hat, dass es in absehbarer Zeit konjunkturellen Rückenwind geben wird.
Ohne politischen Einsatz im Hinblick auf den kranken Wohnungsbau wird das nicht kommen, das ist inzwischen jedem klar. So ist auch die diskutierte neue Förderung für E-Autos, durch die nach der Wärmepumpe wiederum Konsumentengelder in andere Bereiche als Küche, Möbel und Wohnen gelenkt werden könnten, eines der Haupt-Aufreger-Themen in den Messezentren. Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf prägte gleich zum Messeauftakt den Satz „Jeder wohnt, aber nicht jeder fährt Auto“, den auch MHK-Boss Volker Klodwig beim Branchenabend am Montag zitierte.
Dennoch: Lange Gesichter sind die absolute Ausnahme entlang der Meile. Auch die Besucherzahlen haben nicht wirklich gelitten, beim dem einen wie Häcker oder Nobilia mit ihren weitreichenden Produkt-Umstellungen bzw. Erweiterungen oder auch bei Ballerina, Rotpunkt und Pronorm sind es mehr Händler, bei anderen ein paar weniger, die durch die Ausstellungen strömen. Im Großen und Ganzen ist es halt wie immer, wenn Küchenmeile ist: Die Messezentren sind voll. Und jedes Jahr muss man mehr Zeit mitbringen, denn nach Bora und Siemens hat ja nun auch Bosch in der Architekturwerkstatt eine neue Heimat an der A30 gefunden.
Aus der anhaltend miesen wirtschaftlichen Lage werden ganz unterschiedliche Schlüsse gezogen. Einige Aussteller geben nun gerade Gas bei ihren Neuheiten, andere zeigen ganz gezielt kaum welche. Argumente kann man für alles finden.
Aus Küche wird Wohnen
Großes Thema nicht nur in den Küchen-Ausstellungszentren: Aus Küche wird jetzt wirklich Wohnen. Gilt speziell für den Marktführer, der in Verl nun auch Echtholzfurnier im Wohnen aufgenommen hat und mit dem neuen Schubkasten N-Box auch im Living-Bereich ernsthaft mitspielen kann, aber auch für andere. Vorkonfigurierte Sets gibt’s nun zum Beispiel auch bei Pronorm. Verlängerte Fronten lassen überall die Schränke wohnlicher wirken.
News im Raffer
Ein paar News in Kürze: