15. November 2023, 9:36
Etwa 120 Lieferanten (davon rund 40 aus der Küche) waren vor Ort am vergangenen Wochenende auf der EMMK-Messe in Leipzig. EMV und Garant hatten zudem mehr als 15 eigene Stände für die Kollektionen und Service-Themen aufgebaut und gut Aufwand betrieben. Das wurde auch honoriert. Gut 30 Prozent mehr Anmeldungen waren eingegangen als bei der letzten EMMK-Messe in Leipzig 2021. Um die 2.000 Leute haben die kooperierenden Verbundgruppen dann auch zur Abendveranstaltung am Sonntag zusammengetrommelt.
Und die Messe, die wurde auch zur Schilderung der Lage im Möbel- und im Küchenmarkt genutzt. So sagte Garant-Geschäftsführer Jens Hölper, der interimsweise gerade auch den Kücheneinkauf in Rheda-Wiedenbrück managt: „Das Thema Neubau, das wird uns im Küchenbereich nächstes Jahr richtig erwischen. Ob Bestandsrenovierungen das zum Teil abpuffern, ist schwer einschätzbar.“ Hinzu kommt der Effekt: „Ins Jahr 2023 sind viele im Handel noch mit dickem Polster gestartet. Das wird 2024 anders sein.“ Während bei Wohnen und Polstermöbeln 2024 mit einer Stabilisierung gerechnet wird, wird das bei Küche also vermutlich noch nicht der Fall sein. Immerhin: Seit Oktober gibt es auch immer wieder Stimmen, die von einer Belebung berichten. Es scheint aber auf und ab zu gehen. Und: Von Küchenstudio zu Küchenstudio schaut’s anders aus. Das sagte in Leipzig auch Willibald Fröschen, Geschäftsführer des Fahrenzhausener EMV-Schwesterverbands für Küchenspezialisten KSV, der außerdem darauf setzt, dass sich in der auftragsschwächeren Zeit ein Bedarf aufbaut.
Küchen sind keine Fleischwurst
EMV-Geschäftsführer Felix Doerr hatte das beim Pressegespräch am Sonntag so ausgedrückt: „Küchen und Möbel sind keine Fleischwurst.“