12. April 2023, 13:05
Allein die Preiserhöhungen der Hersteller sorgten dafür, dass der österreichische Küchenmarkt im Jahr 2022 nochmals zulegte – um 2,1 Prozent auf 589,5 Mio Euro zu Herstellerabgabepreisen, hat der „Branchenradar Küchen“ ermittelt. Der Mengenabsatz ging 2022 um etwa 3 Prozent zurück, so die Studie.
Zum Umsatzplus leisteten Küchenmöbel mit +1 Prozent auf 472,8 Mio Euro den geringeren Beitrag und das auch nur wegen Preisanhebungen um im Schnitt 4,5 Prozent. Höher war die Dynamik bei Arbeitsplatten, die um 8 Prozent auf 87,9 Mio Euro zulegten, und auch bei Spülen mit +2,9 Prozent auf 28,8 Mio Euro. Konsumenten entscheiden sich beim Zubehör verstärkt für höherwertige Produkte. So war beispielsweise bereits mehr als jede fünfte Küchenarbeitsplatte entweder aus mineralischen Werkstoffen, aus Naturstein oder verfügte über eine Keramikbeschichtung. Bei Küchenspülen substituieren Modelle aus Komposit oder Keramik zusehends die klassische Edelstahlspüle.
Zu den Gewinnern im Markt gehörte laut der Studie vor allem Schüller, aber auch Ewe/FM, Ikea und Breitschopf. Diese Anbieter konnten ihren Umsatz deutlich erhöhen.