05. Oktober 2022, 15:31
Als international aufgestellter Fachhandelslieferant rechnet Pronorm in der drohenden Rezession nicht mit einem beängstigenden Auftragseinbruch, sagte Geschäftsführer Thorsten Gösling auf der Hausmesse im September. Dass man in Vlotho mehr in Flexibilität als in große Kapazitäten investiert hat, die zwangsweise gefüllt werden müssten, könnte sich dennoch bezahlt machen.
Der Insolvenzantrag von Rational am Freitag vor Beginn der Küchenmessen hat so einige Rational-Händler auf der Suche nach Alternativen auch nach Vlotho geführt. Mancher Exportkunde war schon in OWL, als er von dem Unglück erfuhr.
Mit zunächst 18 Händlern ist Pronorm in diesem Jahr auch in den USA gestartet, wovon man sich ein weiteres Standbein außerhalb Europas erhofft. Den unterjährigen Teuerungszuschlag von 7,5 Prozent haben sie in Vlotho in die neuen Preislisten eingerechnet und nochmal 6,5 Prozent aufgeschlagen.
Messethema sollten aber weniger Preise als die Produktvielfalt sein, entsprechend dem Motto „Diversity for life“. Stolz verweisen sie bei Pronorm auf 250 Frontvarianten und eine produktlinienübergreifende Planbarkeit. Selbst Abfalltrennung gibt es nach Maß. Im Ausstellungszentrum stehen 30 Pronorm-Planungen und zwei der Hochwert-Produktlinie I-Luminate.
Weil Pronorm heuer 50-Jähriges feiert gab es am Freitag nach Messeende noch ein Mitarbeiterfest, zu dem alle bisherigen Geschäftsführer-Generationen eingeladen waren. Neben den aktuellen Geschäftsführern Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg waren das Heinz Hachmeister, den die meisten im Markt noch kennen, sowie dessen Vorgänger Karsten Müller und Friedhelm Meyer.