Küchenmarkt und Umsätze 2021

AMK

Preiseffekte

20. Juni 2022, 14:35
Volker Irle

Noch ist die Lage gut, auch wenn die Rahmenbedingungen sich verschärfen – so oder so ähnlich klingt, was heute die AMK auf ihrer Wirtschaftspressekonferenz über den heimischen Küchenmarkt bekanntgegeben hat. Die Zahlen in der Rückschau können sich zumindest sehen lassen: Der Umsatz der deutschen Küchenindustrie ist in den ersten vier Monaten des Jahres nach oben geklettert – um 13 Prozent auf 2,1 Mrd Euro. Ausland (13,4 Prozent) und Inland (12,6 Prozent) haben dabei fast gleichermaßen stark zugelegt.

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Im vergangenen Jahr hat die deutschen Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz um 8,6 Prozent auf 5,7 Mrd Euro nach oben gehievt. Anders als 2020 sorgte dabei auch wieder der Export für einen wichtigen Schub. Der Küchenhandel hatte 2021 laut GfK-Zahlen ein Plus von 3 Prozent in der Verkaufsmenge zu verzeichnen, der Verkaufsumsatz zog um 10 Prozent an. Und auch in der Fraktion der Hausgerätebauer konnte man sich, was den Umsatz im vergangenen Jahr angeht, offenbar vielfach auf die Schultern klopfen: Der Umsatz mit Elektrogroßgeräten stieg um 5 Prozent in 2021.

Und noch eine gute Nachricht hatte die AMK: Verbraucher geben im Durchschnitt offenbar weiterhin immer mehr für eine neue Küche aus. Der Durchschnittsküchenpreis im Fachhandel stieg laut GfK weiter um 7 Prozent auf 10.337 Euro. Allerdings hätten dabei, so die Mannheimer, auch Preiseffekte, bedingt durch die Materialverteuerung, eine Rolle gespielt.

Die Situation im Küchenmarkt insgesamt ist dennoch gemischt: Zwar, so AMK-Vorstandssprecher Markus Sander, stabilisiere sich der Wohnungsbau und bleibe der Stellenwert der Küche hoch. Allerdings führen Ukraine-Krieg und Inflation zur Verunsicherung der Verbraucher. Hinzu kämen: massiv steigende Rohstoff- und Transportkosten, Containerstaus, gestörte Lieferketten und eine angespannte Lage bei der Chipversorgung.

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