Das Jahr 2021/2022 bei der Baumann Group

Baumann Group

Rückblick aus Löhne

10. Juni 2022, 10:26
Michael Assner, Sabine Brockschnieder, Matthias Berens

Ziemlich gleichmäßig sind die zur Baumann Group gehörenden Küchenmöbelhersteller Bauformat und Burger im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/2022 gewachsen. Bauformat in Löhne legte um 4,7 Prozent auf 69 Mio Euro Umsatz zu, Burger um 4,8 Prozent auf 209 Mio Euro. Die Badmöbelschiene Badea wuchs mit 12,4 Prozent auf 11 Mio Euro ausgehend von niedrigem Niveau überdurchschnittlich. Insgesamt hat die Unternehmensgruppe vor Erlösschmälerungen (!) ein Wachstum um 5,1 Prozent auf 289 Mio Euro erreicht.

Während Bauformat im Export mit 25 Mio Euro Umsatz um 0,9 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb, konnte Burger hier um 8 Prozent auf knapp 71 Mio Euro wachsen. Das 2020 runderneuerte Badsortiment von Badea legte im Ausland um knapp 18 Prozent auf 4 Mio Euro zu.

Vertriebsgeschäftsführer Matthias Berens äußert sich auch fürs neue Geschäftsjahr „trotz aller Widrigkeiten optimistisch“. Berens: „Die große Infektionswelle im Frühjahr hat in Produktion und Logistik für viele Ausfälle gesorgt. In den Spitzen fehlten uns bis zu 100 Leute. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir es geschafft haben, den Großteil unserer Kunden trotzdem und sogar überwiegend pünktlich zu beliefern.“

In Frankreich hat die Gruppe mittlerweile zehn Fachhändler des 2019 eingeführten eigenen Studiokonzepts #kitchenfamily, fünf sind im vergangenen Jahr dazu gestoßen, rund sechs Neueröffnungen sind in Planung. Entsprechend wird das Schulungsangebot der Baumann Academy gerade auch auf Französisch vorbereitet. Neben Deutsch gehören bereits Spanisch, Portugiesisch und Englisch zum Angebot. Für den britischen Markt gibt es sogar ein eigenes Training Center in Burnley bei Manchester, das während der Corona-Zwangspause erweitert und um eine neue Ausstellung ergänzt wurde. In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Schulungsteam um Alexander Wengerowski von zwei auf insgesamt sieben Trainer vergrößert. Das hängt auch mit dem Trainingsprogramm zusammen: Der Bereich digitales Lernen ist in der Pandemie schnell gewachsen und hat dabei geholfen, den persönlichen Austausch aufrecht zu erhalten. Von Dezember 2020 bis September 2021 wurden rund 350 Webtrainings mit über 2.400 Personen abgehalten.

Nachdem die technischen Voraussetzungen pandemiebedingt geschaffen wurden, stellt die Gruppe inzwischen auch Fachkräften fern der Produktionsstandorte ein. Mittlerweile gibt es für mehr als 50 Prozent der Verwaltung eine Homeofficeregelung. Geschäftsführerin Sabine Brockschnieder: „Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, das motiviert und Energien freisetzt. Dazu gehört auch eine Portion Flexibilität. Mitarbeiter sollen frei entscheiden können, wo und wie sie arbeiten möchten und damit auch, ob sie umziehen oder lieber am alten Wohnort bleiben, um dort etablierte soziale Kontakte weiter pflegen zu können. Für uns als Unternehmen hat diese Freiheit einen großen Vorteil: Wir können damit den Fachkräftemangel zumindest ein bisschen abfedern.“ In Löhne wurde zudem zum 1.6. ein flexibles Arbeitsplatzbuchungssystem eingeführt, das feste Büros ersetzt. Mitarbeiter aus Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung können sich nun auch tageweise in Teams gruppieren, zum Beispiel für die Arbeit an Projekten.

In die Produktion hat die Baumann Group im Berichtsjahr wieder einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. In Burg wird gerade die neue Produktionshalle 14 gebaut. Der Standort Löhne bekommt eine neue Produktionsstraße, auf der sowohl Unter-, Hänge- und auch Geräteschränke gefertigt werden können. Momentan ist die Anlage im Testlauf und soll im Sommer 2023 installiert werden.

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