Blum

Zweite Milliarde

15. Juli 2021, 10:53
Blum in Vorarlberg

Bei seiner – wie schon die Neuheitenpräsentation Blum Connects im Messefrühling - hybriden Wirtschaftspressekonferenz konnte der Vorarlberger Beschlägehersteller Blum am Donnerstagvormittag Zahlen verkünden, mit denen zu Beginn der Pandemie ganz sicher niemand gerechnet hätte.

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Blum schaffte es im vergangenen Geschäftsjahr 2020/2021 (30.6.) nicht nur, die 2-Mrd-Euro-Umsatzmarke zu knacken, sondern auch, sie deutlich zu übertreffen. 2,377 Mrd Euro standen am Ende des Wirtschaftsjahres in den Büchern. Das war ein Wachstum von 24,7 Prozent, das die Geschäftsführer Philipp und Martin Blum vor laufenden Kameras und dem Vor-Ort-Publikum verkünden durften!

Ganz besonders zum Wachstum trägt heuer Westeuropa bei. Auch gut: Osteuropa und Nordamerika, Asien und Australien - allen voran China,  Afrika, Südamerika und der Mittlere Osten. „Wir sehen wirklich in allen Märkten eine positive Entwicklung“, fasste Philipp Blum zusammen. Größter Einzelmarkt für Blum sind nach wie vor die USA, wo wie in Polen, Brasilien und bald auch China vor Ort produziert wird.

Klar gab es auch in Höchst Wermutstropfen. Die vorherrschenden Themen der Branche: logistische Herausforderungen, hohe Nachfrage und die Versorgungslage führten zu Mehraufwand und auch zu Zusatzschichten. Martin Blum: „Investitionen in Produktionskapazitäten brauchen Vorlauf. Ein kurzfristiges  Reagieren ist hier kaum möglich.“ Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 259 Mio Euro investiert, davon 68 Prozent an den Vorarlberger Standorten, von denen Blum acht betreibt.

Im Sommer werden mit dem Abschluss der Erweiterung des Werks 4 in Bregenz weitere 49.000 qm Nutzfläche zur Verfügung stehen. Die Erweiterung des Hochregallagers in Gaißau bis Mitte 2023 soll 20.000 qm Zusatzfläche bringen, das polnische Werk, das im Produktionsverbund mit den österreichischen arbeitet, wird bis 2023 ausgebaut. Und Anfang 2022 soll das Werk in China an den Start gehen können.

Martin Blum betonte erneut, dass Blum mit der Produktion dorthin gehen müsse, wo die Märkte sind. „Lange Transportwege können momentan zur Herausforderung werden.“

Und da war er dann auch gleich, der Schwenk zu den weniger erfreulichen Effekten der hohen Nachfrage und zum Thema Materialversorgung. Auch bei Blum sind die Lieferzeiten länger, der Hauptrohstoff Stahl ist knapp, die Preisentwicklung bei Rohmaterial und Transportkosten eine Katastrophe. „Teilweise sind uns die Hände gebunden“, drückte das Philipp Blum recht moderat aus, nicht ohne einen Dank in Richtung Kunden für ihre Geduld zu senden.

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