The Wall by Lechner (mit Video)

iTunes für die Küche

01. Juni 2021, 12:59

Seit dem 1.6. laufen die Multifunktionswände des Regensburger Start-ups The Wall über die Maschinen des Arbeitsplatten- und Elementeherstellers Lechner in Rothenburg. In die gemeinsame Vermarktung eingestiegen sind die Unternehmen zum 1.5. unter dem Namen „The Wall by Lechner“.

Solopremiere hatte The Wall schon auf der Area30 im Herbst 2019. Seither hat man bereits 160 Händler gewonnen und das Produkt in Deutschland in rund 100 Ausstellungen platziert. Gemeinsam mit dem großen Partner Lechner soll jetzt noch mehr Drive draufkommen.

„Wir sind in unserer Ehe der Ideengeber, der Kreative“, sagt Johannes Falk, Gründer und Geschäftsführer von The Wall. Für die Produktqualität soll Lechner sorgen. Die Mittelfranken bringen zudem ihr Händlernetz in die Ehe mit ein. Und im Gegenzug - „Für uns ist das Produkt im Business Development eine schöne Möglichkeit, aus der Küche herauszugehen“, sagt Lechner-Geschäftsführer Daniel Griehl. The Wall kann neben der Küche auch im Wohnzimmer, in der Garderobe, im Büro oder im Schlafzimmer zum Einsatz kommen.

Auch in der Küche gehen die Funktionen weit über die einer konfektionierten Rückwand hinaus. The Wall ist - diese Idee kennt Falk von seiner früheren Tätigkeit für Apple - eine Plattform, die mit unterschiedlichsten Accessoires vom Flaschen-, Gläser- oder Gewürzhalter, über Beleuchtung, Soundanlage bis zur Induktionsladestation aufgerüstet werden kann. Diese Accessoires machen die Designrückwand mit Stromleiste zur Multifunktionswand. Und: Sie sorgen für weitere Umsätze.

The Wall wird seit dem 1.5. exklusiv bei Lechner-Händlern platziert. Endverbraucher kaufen die Wand im Handel. Weitere Accessoires, so soll es sein, werden dann in der Regel über den von The Wall betriebenen Online-Shop bestellt. An diesen Umsätzen wird dann aber der entsprechende Händler beteiligt, eine Registrierung macht’s möglich. Und das auch noch nach Jahren.

The Wall Onlineshop Fotor

Falk: „Wir stellen eine Plattform und der Händler partizipiert an allen zukünftigen Erweiterungen. Wir sind quasi der iTunes Store.“ Zum Geburtstag des Kunden (oder vielleicht sogar zum Jubiläum der Wand) könnte dann zum Beispiel eine Mail eintrudeln mit der Empfehlung, neue Accessoires zu kaufen. An denen verdient der Händler dann mit.

Die Accessoires entwickelt das Team von The Wall zusammen mit Kooperationspartnern wie Rösle oder Bosch. Insgesamt sind acht Leute bei dem mit dem Schweizer Küchenbauer Orea im Hintergrund entstandenen Start-up beschäftigt. Um die 500 Zubehörartikel sollen jährlich aufgenommen werden. Da sich nicht alle Funktionalitäten aus einem Foto im Katalog erschließen, bietet der Onlineshop mit Produktvideos weitere Darstellungsmöglichkeiten.

Richtig präsentiert ist The Wall ein Produkt, das beim Endverbraucher einen „Will ich haben“ -Reflex hervorruft. „So ein Produkt zu finden ist in der Küchenbranche gar nicht so einfach“, meint Daniel Griehl.  „Wir werden einen hohen Druck im B2C-Bereich aufbauen“, sagt er. Ziel ist es, Endverbraucher durch die Kampagne ins Küchenstudio zu locken, wo sie dann vielleicht nicht „nur“ die Wand, sondern möglicherweise eine ganze Küche kaufen. Bis zur Area30 im September, wo schon die nächsten Neuheiten präsentiert werden sollen, läuft noch die B2B-Einführung. Anschließend geht es in die Endverbraucherwerbung über Onlinekanäle, Printmedien und Social Media. Auch Accessoire-Partner werden voraussichtlich auf den Marketing-Zug aufspringen. Falk: „Aus der Begleitung von großen flankierenden Unternehmen kann auch noch einiges entstehen, was das Produkt bekannt macht.“

Als Produktionsziel fürs kommende Jahr wurden 5.000 Einheiten ausgegeben. 2020 waren es noch 500 und in diesem Jahr voraussichtlich zwischen 1.200 und 1.300.

Griehl Falk Fotor

Daniel Griehl, Johannes Falk

 

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