Midea

Zweimal in OWL

28. Juni 2022, 13:13

Ende letzten Jahres war Bogdan Budimski, Einbau-Chef bei der Deutschlandgesellschaft des chinesischen Hausgeräte-Multis Midea, zu Gast im INSIDE Küche-Talk. Ein halbes Jahr später haben wir nachgehakt, wo Midea heute steht.

Midea ist zwar übers OEM-Geschäft schon stark auf dem deutschen Markt vertreten, mit dem eigenen Label aber zunächst noch mit homöopathischen Anteilen. Der erste größere Aufschlag war eigentlich erst im Herbst zur Area30 geplant. Aber: „Wir konnten bereits Neukunden gewinnen“, sagte Budimski Mitte Juni. „Sowohl in der Großfläche als auch im Küchenfachhandel.“

Mit einem Küchenspezialverband ist Midea bereits im Geschäft, ein weiterer soll zur Messe folgen. Details lässt sich Budimski noch nicht entlocken. Eine kurze Google-Recherche ergibt allerdings: Midea ist unter anderem im Hofmeister-Prospekt und im XXXLutz-Webshop zu finden. Während der Herbstmessen wird Midea erstmals auf der Area30 stehen. Zusätzlich sollen Produkte aus dem neuen Einbau-Sortiment auch in zwei Kojen bei Brigitte-Küchen zu sehen sein.___STEADY_PAYWALL___

Das bisherige Einbaugeräte-Geschäft hat Midea in Deutschland — nicht ganz freiwillig — ganz ohne Messen aufgebaut. Geräte wurden per Post an potenzielle Kunden geschickt. Budimski: „Das Anfassen-Können ist wirklich wichtig. Wir haben dadurch zu 100 Prozent positive Resonanz bekommen. Die meisten Kunden waren überrascht.“ Klar, dass die aktuelle Liefersituation im Markt den Einstieg einfacher gemacht hat. „Wir helfen nach wie vor viel aus“, sagt Budimski. Am besten drehen sich dementsprechend Geschirrspüler und Kühl-Gefrierkombis.

Das Lager in Philippsburg ist voll, Sicherheitspuffer wurden eingeplant. Es wurde auch bereits nachbestellt und laut Budimski aus China punktgenau geliefert. Von Lockdowns oder Energieengpässen ist Midea bislang nicht betroffen. Bei letzterem spielt offenbar die Bedeutung des Konzerns auf dem chinesischen Heimatmarkt eine Rolle.

Auf dem deutschen Markt ist Budimski aktuell mit drei Sales-Kollegen für Nord-, Mittel- und Süddeutschland unterwegs. Frühestens im kommenden Jahr soll personell aufgestockt werden, denn überstürzt wachsen will Midea nicht, um die Prozesse auch zuverlässig am Laufen halten zu können. Die in China gefertigten Geräte werden im R&D Center Stuttgart von deutschen Ingenieuren einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Wieso ein Riese wie Midea den deutschen Markt erst jetzt in den Fokus nimmt? Diese Frage beantwortet Budimski so: „Im OEM-Geschäft sind wir bereits so stark, dass weiteres Wachstum schwierig wird. Deshalb sucht der Konzern nach neuen Möglichkeiten.“ Eine davon ist, das OBM-Geschäft, also den Auftritt unter der eigenen Marke, voranzutreiben. Gleichzeitig stellt der Konzern sich breiter auf — mit neuen Bereichen wie Wärmepumpen, Medizintechnik, E-Mobilität oder die Beteiligung an einem Fahrstuhlhersteller.

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