> Midea kommt mit Einbaugeräten

Midea (Video)

Selbst ist die Marke

24. November 2021, 11:16

Der chinesische Geräte-Multi Midea will im DACH-Raum mit einem Einbaugerätesortiment unter dem eigenem Label Gas geben.

Fast jeder dritte Geschirrspüler hierzulande und sogar jede zweite Mikrowelle weltweit stammen aus einem der 34 Werke des Geräte-Riesen Midea Group, der es umgerechnet auf 40 Mrd Euro Jahresumsatz bringt. Während Midea in der Heimat eine große Marke ist, waren die Chinesen in den deutschsprachigen Hausgerätemärkten bislang schwerpunktmäßig als OEM-Lieferanten aktiv. Unter der Leitung von Bogdan Budimski, vorher Samsung, der Anfang 2021 als Head of Built-in bei der Midea Europe GmbH in Eschborn antrat, hat Midea in den letzten Monaten aber aus dem bestehenden Portfolio ein Einbaugerätesortiment für den Küchenfachhandel im DACH-Raum definiert und ist seit dem Herbst damit am Start.

52 Geräte sind es zum Beginn, zusätzlich einige Solo-Geräte wie Side-by-Side-Kühlschränke. Als Vollsortiment mit einzelnen Lücken bezeichnet Budimski das. Im Kühlen können noch nicht alle Nischen abgedeckt werden.  Bei der Positionierung hat man sich in Eschborn fürs Konsumige entschieden, Preiseinstieg bis Mitte. „Wir müssen erstmal Vertrauen gewinnen und Stückzahlen machen. Wenn das läuft, können wir immer noch nach oben abrunden“, sagt Budimski.
___STEADY_PAYWALL___
Seit dem 1.10. hat Budimski Unterstützung von den drei Area-Sales-Managern Michael Niem (zuvor u.a. Samsung und Gutmann), Peter Fischer (Schiessl Klima und Schüller) und Ralf Olmesdahl (GGV Handel und Adler Dunstabzugshauben). Ein vierter soll im ersten Quartal 2022 das Team komplettieren.

„Keiner hat auf uns gewartet. Die meisten Händler sind sehr markentreu“, sagt Budimski. Trotzdem habe er die Erfahrung gemacht, dass der Name Midea im Handel bekannter ist als gedacht. Erste, auch größere Lieferungen mit mehreren Hundert Geräten an den Küchenfachhandel sind raus. In die Karten spielt Midea gerade die Liefersituation im Markt. Speziell bei den schwer zu bekommenden Geschirrspülern hat man schon einigen Händlern aus der Patsche helfen dürfen.

Geliefert wird aus einem Zentrallager von Pfenning Logistics in Philippsburg bei Karlsruhe, das bis zum Jahresende das komplette Sortiment aufgebaut haben soll, auch ein Ersatzteillager wird gerade aufgestockt. Geplant wird mit einem halbem Jahr Vorlauf. Heißt: Im Gegensatz zu vielen anderen ist Midea zurzeit kurzfristig lieferfähig.

Die Europa-Expansion soll von Eschborn aus in dieser Reihenfolge angegangen werden: Deutschland, Österreich, Schweiz; anschließend könnten schrittweise Skandinavien und die Benelux-Märkte angegangen werden.

Im Hinblick auf die mittelfristigen Ziele will Budimski realistisch bleiben: „Wir werden nicht sagen, wir wollen Miele oder Bosch ablösen. Zunächst einmal wollen wir Kommissionen zuverlässig bedienen und dabei Preisstabilität gewährleisten. Die Position ergibt sich irgendwann.“

Für den Kundendienst in Deutschland und Österreich wurde ein Unternehmen verpflichtet, das in fünf Werktagen den Erstbesuch garantiert. „Unser klares Ziel ist es, ein langfristiges Business aufzubauen und eine relevante Alternative für den Kunden zu sein“, so Budimski.

Die breite Händlerschaft ansprechen will Midea im kommenden Herbst im Rahmen der ostwestfälischen Küchenmessen. Wo genau Midea seine Präsenz haben wird, soll Anfang Dezember publiziert werden. Im Headquarter in Eschborn wird gerade ein dauerhafter Showroom eingerichtet. Außerdem können die Geräte in Stuttgart live erlebt werden, wo sich das R&D Center von Midea Europe befindet. Budimski: „Dort testen deutsche Ingenieure die Produkte für den europäischen Markt nach deutschen Maßstäben.“

Verwandte Artikel

BT45

Küchen und Knarren

Bora

Outside mit... Willi Bruckbauer

Bora

„Keine zwei Schnitzel“

Newsletter

INSIDE Wohnen Verlag GmbH
Destouchesstr. 6
80803 München

Telefon: (089) 38 35 670
Telefax: (089) 34 21 24

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vertrieb
Projekte