Grotholt Küche + Raum (Video)

Mit Rambo und Klavier

11. November 2021, 15:54
Grotholt Küche + Raum am Konrad-Zuse-Ring

Gaxel, Köckelwick, Kleinemast: Die Namen der Ortsteile deuten es an, Vreden im Kreis Borken im Münsterland ist eine ländlich geprägte Stadt. Ab und an ein paar Pkws, seltener ein Bus, ein Armeelaster der Niederländer; Holland liegt direkt nebenan. Hier geht’s beschaulich zu, selbst dann, wenn Rambo im Einsatz ist. Der Mähroboter mit dem martialischen Namen verrichtet stoisch seinen Dienst auf der Rasenfläche, so gelassen, dass er – Handysteuerung hin oder her – erst beim zweiten Anlauf auch brav in die „Hundeklappe“ fährt, die Ludger Grotholt in der Lagerhalle eingebaut hat. Na ja, dafür ist der Rasen perfekt gemäht und der Inhaber muss sich nicht auch noch um so etwas wie Gartenarchitektur kümmern. Bei Grotholt Küche + Raum sind mit Mann und Maus (und natürlich: Chef) insgesamt acht Mitarbeiter tätig. Als Fachhändler mit Stammkundschaft legt der Betrieb Wert aufs Perfekte. ___STEADY_PAYWALL___Gilt für die angelieferte Arbeit ebenso wie für die Außenwirkung auf der Fläche vor dem Küchenstudio, das Grotholt seit nun zehn Jahren am Konrad-Zuse-Ring führt. „Zuvor hatten wir unser Geschäft an der Bahnhofsstraße“, sagt er. Das war zwischen 2001 und 2011. „Hier draußen haben wir wesentlich mehr Platz. Statt 200 qm haben wir 1.000 qm zur Verfügung. Und wir haben hier Möglichkeiten, später weiter anzubauen.“ Jährlich setzt der Händler derzeit etwa 2,5 Mio. Euro um.Küche und Klavier

Ludger Grotholt

Platz für weitere 1.000 qm wären da. Und Ideen hat Grotholt noch einige. So könnte die Solaranlage vergrößert werden. Hinterm Haus liegen brav zwei neue E-Autos „an der Leine“. Neue technische Lösungen, vor allem aber eine nachhaltigere Lebens- und Arbeitsweise, so etwas beschäftigt den Küchenplaner. Als gelernter Schreiner, Holzbetriebstechniker und Einrichtungsberater interessiert Grotholt sich für Innovationen. Und outet sich als Bora-Fan: „Für mich ist Willi Bruckbauer der größte Innovator der letzten 20 Jahre. Boras Muldenlüfter sind einfach klasse.“ Als jemand, der „vom Hof“ kommt und Viehzucht nicht nur vom Hörensagen kennt, will Der-Kreis-Mitglied Grotholt bei Umweltthemen am Ball bleiben, auch für sich und die Familie. „Ist doch klar, dass wir da auch auf nachhaltigere Betriebsführung hinarbeiten.“ Das, was er am meisten vermisst, ist wenn er zu wenig mit Kunden oder beim Kunden ist. „Je größer der Betrieb wird, umso größer ist natürlich der Anteil des Administrativen an meiner Arbeit. Da vermisse ich so etwas manchmal.“ Besonders gerne plant er. Das Entwerfen habe ihn schon immer begeistert, erzählt er im Videointerview. Abschalten von der Arbeit kann er auch, das ist ihm wichtig. Wenn Grotholt nicht im Unternehmen ist, findet man ihn oft in Ahaus, 10 km entfernt, auf dem 36-Loch-Golfplatz. „Ich komme eigentlich vom Fußball. Aber als ich 2015 das erste Mal gegolft habe, da hat es unsere ganze Familie gepackt.“ Eines mag er am Golf besonders: „Jeder startet ja individuell. Und verbessert sein eigenes Handicap. Das finde ich besonders fair. Und man hat sehr schnell Erfolgserlebnisse.“Selbstgemacht

Bei Grotholt Küche + Raum darf aber auch schon mal gekocht werden, beziehungsweise durfte, bis zum Beginn der Corona-Pandemie. Bis dahin gab es diese Phase, in der bei Grotholt Küchen auch kulinarische Praxis angeboten wurde. „Eine Zeitlang war diese Kochschule der Renner. Es hat sich wie vieles entwickelt: Wir hatten damals noch den Standort in der Stadt. Und als dann Dampfgar-Kochkurse an der VHS liefen, wurde eine Kooperation daraus.“ Später wurde dann am Konrad-Zuse-Ring öfter gekocht, buchten Firmen und Vereine die Küche für Feiern. Inzwischen ist diese Episode Geschichte. Aus dieser Zeit stammt auch noch die „Blaue Lagune“, ein abgetrennter und perfekt entlüfteter kleiner Raum mit Bar, in dem natürlich auch eine Zigarre oder Zigarette geraucht werden darf. Dort und in anderen Bereichen der Ausstellung sind neben Küchen auch Wohnbereiche zu sehen, etwa eine kleine Waschküche mit praktischen Schubfächern und Körben oder eine gemütliche Wohnzimmer-Ecke mit Kamin.

„Ich habe den Zusatz in unserem Firmennamen bewusst ‚Küche + Raum‘ genannt“, sagt Grotholt. Seine Stammkunden will er möglichst umfassend beraten. Und einen Untermieter gibt es ebenfalls, einen auf Fliesen spezialisierten Händler. In Ludger Grotholts Portfolio finden sich bekannte Namen: Nobilia, Leicht Küchen, Siematic und Ballerina bei den Küchen. Zudem setzt er auf Bosch, Siemens, Gaggenau, Dornbracht, Miele, Naber, Blanco, Systemceram – und natürlich Bora. Arbeitsplatten werden auf Wunsch sehr gerne selbst gestaltet. In der Ausstellung ist an mehreren Stellen zu sehen, wie toll das wirkt. Zum Abschied schießen wir dann aber noch ein Foto am Klavier. Das sieht fast so schick aus wie die Arbeitsplatten, auch wenn es verstimmt ist. „Das hat aber nur 50 Euro gekostet, bei Ebay. Direkt im Nachbarort“, sagt Ludger Grotholt schmunzelnd.

Am Klavier

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