Kümper Küchen

Beirat und Business-Biker

20. August 2021, 8:58
Guido Kümper

Küchen Kümper dürfte in der Küchenbranche der Händler mit der größten E-Bike-Flotte sein. Guido Kümper führt das Unternehmen in zweiter Generation und ist einem seiner Lieferanten nicht nur räumlich nahe.

Es war vor ein paar Jahren. Bei einer Geburtstagsparty kam das Thema auf, erinnert sich Guido Kümper heute. „Business Bikes“, also vom Arbeitgeber gestellte Diensträder, das wäre doch was. Aber im kleinen Betrieb? Und dann wieder alles steuerlich kompliziert und mit Leasing. – Über sowas hat Kümper sich mit Bekannten ausgetauscht, auch aus der Mitarbeiterschaft kamen Vorschläge in dieser Richtung. Eine hauseigene Lösung wurde gefunden: Heute fahren real 80 Prozent der Belegschaft des Küchenring-Händlers aus Ibbenbüren mit dem E-Bike. Okay, natürlich nicht zur Montage.

Raus zum Kunden kommen zusätzlich auch externe Partner, mit denen Küchen Kümper routiniert zusammenarbeitet. Der radelnde Händler (auch Sport im Fitness-Studio fördert das Unternehmen) ist nicht ohne Grund Mitglied des Nachhaltigkeits-Labels Grünergriff. Bei Kümper sind elf Menschen beschäftigt. 

Guido Kümpers Vater Manfred gründete das Geschäft bereits 1971 – damals standen zehn Musterküchen auf 85 qm Fläche. Sie haben nachgezählt in Ibbenbüren. Bilanz bisher: 5.510 Kommissionen geplant und montiert. Seit 1993 ist Küchen Kümper am jetzigen Standort in der Fuggerstraße. Mit 30 Küchen auf 425 qm Verkaufsfläche kann das seit 2002 von Guido Kümper geführte Haus dort mehr Auswahl zeigen. „Mit Häcker Küchen sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt er. Zu den Lieferanten zählen auch Ballerina, Blanco oder Miele.

„Und quasi um die Ecke, 10 Kilometer von uns entfernt, sind die Berbel-Hauben erfunden worden“, erinnert sich der 50-Jährige. Berbel, die 2004 von Hopsten nach Rheine zogen - etwa 15 km entfernt - gehört ebenso zu Kümpers Sortiment. Aber nicht nur das: Guido Kümper ist auch Mitglied im Händlerbeirat des 2012 von Wesco übernommenen Herstellers. „Das wünschte ich mir auch von anderen Firmen, dass es solche Kontaktmöglichkeiten gäbe.“ Denn längst nicht alles, was er als Händler über den Außendienst an manche Firma tragen wolle, komme dort an. Aktuelle Ärgernisse: Selbst bei Kleinteilen müsse er inzwischen wie auch viele seiner Kollegen auf alternative Beschaffungswege setzen. Auch in Ibbenbüren sind Lieferengpässe ein Thema. Auch hier ist es vorgekommen, dass die Auslieferung von Spülmaschinenmodellen um zwölf Monate verschoben werden sollte oder Herdflächen aus den Programmen genommen wurden. 

Kümper, gelernter Tischler und MöFa-Absolvent, achtet beim Betrieb auf eines: „Bei uns kann zur Not fast jeder jeden ersetzen, etwa Büromitarbeiter bei der Montage helfen.“ Auch der Inhaber ist bei vielen Montagen dabei. „Da weißt du manchmal, was du für einen Mist planst“, sagt er. So sei das eben manchmal: In der Theorie passt es perfekt, real sieht es anders aus. Passiert zum Glück sehr selten, aber wenn, dann überrascht es ihn immer wieder aufs Neue. Für Sonderanfertigungen gibt es im Betrieb eine eigene kleine Tischlerei. Stammkunden erwarten Service. Und von denen gibt es einige: „80 Prozent der Kunden sind Wiederholungstäter. Das ist dann die vierte Küche in der Familie oder die zweite Generation.“

Küchen Kümper Eingangsbereich 002

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