Die neue Küche (mit Video)

Heißes Weihnachten

25. Juni 2021, 12:46
Eingang zum Ausstellungsbereich des Küchenstudios

Perfektion bei Planung und Ausführung, das ist Robert Lachnits Anspruch. Der Landshuter Händler setzt stark auf Kooperationen mit Kollegen und ein Vollsortiment.

Nein, große Werbekampagnen, die bucht er nicht. „Natürlich schalten wir auch Print-Anzeigen. Aber die Welt permanent mit Prospekten beglücken, das möchte ich nicht“, sagt Robert Lachnit. Das wäre auch nicht zu stemmen. „Vom Werbedruck her, da können wir nicht mit den Großen mithalten, beim Preis dagegen sehr wohl.“ Das spreche sich auch herum. Soll es auch. Lachnits Werbestrategie wie die vieler anderer Fachhändlerkollegen: Mundpropaganda. „Mein Prinzip lautet da schlicht ‚Kunden werben Kunden‘, und das hat sich tatsächlich bewährt.“

Seit etwa 30 Jahren ist Lachnit im Geschäft, über die Jahre hat sich der heute 57-Jährige seine Stammkundschaft aufgebaut – zunächst angestellt, auch als Geschäftsführer und dann als Inhaber eines eigenen Küchenstudios. Das ist seit 2014 an der Maybachstraße angesiedelt, in einem Fachmarktzentrum, in dem ein Outdoormöbel-, Terrassen- und vor allem Holzspezialist (Holz Balk) im Erdgeschoss angesiedelt ist. Im ersten Stock ist Lachnit mit „Die neue Küche“ und „Der neue Schrank“ vertreten, nebenan berät Betten- und Matratzenexperte Neuhauser. Der Spezialist für Arbeitsbekleidung Antholzer komplettiert das Quartett. Hier kooperieren die Firmen bei Aufträgen, empfehlen aktiv ihren Kunden auch mal beim jeweiligen ‚Nachbarn‘ vorbeizuschauen.

 

Vier unter einem Dach

Seit 2014 in der Maybachstraße

Nach wie vor ist die Küche sein Spezialgebiet, obwohl der Landshuter auch Gesamtlösungen für den Innenraum anbietet. „Ich habe mich immer als Vollsortimenter verstanden“, sagt der zweifache Vater. Als MZE-Händler kann er alle Sortimente schienenübergreifend anbieten und macht dies auch. Nobilia ist im Programm und wird ausgestellt; natürlich sind auch Nolte oder Bora  prominent im Studio platziert. Neolith-Platten und Platten von Lechner präsentiert der Fachhändler natürlich auch. Für Wohn- und Schlafbereiche setzt Lachnit auf Nova Mobili. Worin berät er am liebsten? Da hat er einen klaren Favoriten: „Küche, das ist die Königsdisziplin in unserer Branche.“ Detaillierte Planungen, Auswahl der passenden Monteure, all das ist Lachnits großen Leidenschaft. Auch Werbepsychologie ist ein Feld, in dem sich der Händler gut auskennt. Seit dem Wirtschaftsstudium beschäftigt er sich damit. Kleine kreative Printanzeigen textet er auch schon mal selbst. Und auch der Name „Die neue Küche“ hat hier seinen Ursprung. „Der Begriff ‚neu‘ ist positiv besetzt, also habe ich ihn in den Firmennamen integriert“, sagt der Firmenchef. Als Planer und Einrichter konnte Lachnit auch während der Hochinzidenzphasen in der niederbayerischen Stadt und den Landkreisen arbeiten. „Wir waren systemrelevant. Aber, wir haben nicht auf Teufel komm‘ raus Termine gemacht, sondern Kontakte zu Kunden minimiert und entsprechend mit Maske und Co. vor Ort gearbeitet.“

Es muss nicht immer bloß Küche sein

Telefonat mit einem Kunden

 

Corona, auf das Thema kommen wir schnell. Auf die große-L-Frage natürlich auch. „Nun, bislang waren alle lieferfähig. Nobilia und Co. haben da sehr gut gearbeitet.“ Bei den Geräten hakt es, das ist klar. Manchmal so sehr, dass drei bis vier zusätzliche Fahrten raus zum Kunden notwendig wurden, abhängig von der jeweiligen Lieferverzögerung und der Anzahl der Komponenten, die zum Auftrag gehören. Manchmal ist dann sogar Weihnachten bei 32 Grad. So wie in der ersten Juni-Woche. Da kam ein Backofen, der vor acht Monaten bestellt worden war. „Das war Weihnachten für uns“, sagt der Händler schmunzelnd. Solche Hindernisse nimmt er mit Humor. Aber Verbesserungen bei der Informationspolitik bei manchen Geräteindustrie, die hätten schon was.



Küchen zwischen 7.000 und knapp 50.000 Euro, die verkauft Lachnit normalerweise. Bei der Montage setzt er auf drei Teams, alles Externe, mit denen er seit längerer Zeit arbeitet. „Zwischen 900 und 1.500 Euro müssen Kunden derzeit allein für die Montage-Leistung rechnen. Wir verkaufen Qualität und wollen natürlich auch die Mitarbeiter entsprechend bezahlen.“ In wenigen Minuten ist der nächste Kundentermin. Natürlich ein Stammkunde. In dem Fall schon die zweite Generation einer Familie, die er berät.

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