Kesseböhmer

Neue Freundin

07. Mai 2021, 11:52
„Super einfach“: Sally findet die Kesseböhmer-Lösungen total spitze

Ein erstes Video ist schon gedreht, die Zusammenarbeit wird gerade im Detail geregelt. Klar ist aber: Der Beschlagriese Kesseböhmer hat „eine neue Freundin“: Youtube- und Social-Media-Star Sally.

Den Satz mit der neuen Freundin sagt Burkhard Schreiber, Geschäftsführer der Kesseböhmer GmbH, in der Videobegrüßung auf der neuen Plattform Kesseböhmer @home, die seit Anfang der Woche online ist. Man kann sich auf der Plattform durch das historische Fachwerkhaus auf dem Kesseböhmer-Gelände in Dahlinghausen bewegen, sehr realitätsnah durch alle Räume gehen, sich alle neuen Lösungen des Beschlagherstellers ansehen. Sally ist noch nicht da im Fachwerkhaus. Dafür ist der Deal noch zu frisch. Aber die zukünftige Zusammenarbeit mit Sally, die neben Bosch Hausgeräte mittlerweile auch für Nobilia filmt, zeigt deutlich, wo Kesseböhmer hinwill: Näher ran an den Küchenkäufer.

 

„Wir rechnen mit Wachstum“. Burkhard Schreiber, Thomas Herden

In der Küche brummt es. Auch Kesseböhmer rechnet weiter mit deutlichem Plus. Neben vielen anderen Themen – zum Beispiel neuen Lösungen für den Ankleidebereich, mit dem die Wohnmöbelindustrie angesprochen wird, oder dem neuen flächigen Tablar-Rahmen Arena pure, der nun als Abrundung nach oben in allen Produktfamilien von Le Mans bis zum Apotheker-Schank angeboten wird – steht auf der Kesseböhmer-Plattform, die über die Interzum @home, aber auch in den nächsten Wochen und Monaten direkt über die Kesseböhmer-Webseite zu erreichen ist, ein revolutionäres Thema im Vordergrund: der neue Lifter Freeslim.

Im Joint-Venture mit Häfele in einem Ingenieurs-Kraftakt bei FCC in Budapest entwickelt, soll der zweite Anlauf im Lifter-Segment nun gelingen. Eine erste Lösung wurde auf der letzten Interzum gezeigt. Die Serienreife des nun komplett überarbeiteten Lift-Beschlags wird für 2023 angepeilt. „Das ist eine echte Innovation“, sagt Schreiber. Ein 8-Millimeter-Kraftpaket ist auf dem Weg. Im Lifter-Markt, bisher recht einseitig besetzt, könnte es bald spannender werden.

Zu Besuch in Bad Essen ein paar Tage vor dem Start der digitalen Messe. Schreiber und Vertriebschef Thomas Herden können sich gerade nicht beklagen. „Wir geben uns große Mühe, alle Aufträge in der gewohnten Lieferzeit abzuwickeln.“ Seit Jahresanfang ist man da auch wieder entsprechend dabei, fast alles wird in den gewohnten drei bis fünf Tagen zum Kunden geschickt. Die Materialversorgung macht auch hier große Probleme. Doch zumindest helfen die im vergangenen Jahr angepassten Kapazitäten, im eigenen Haus alles just in time abzuwickeln.

Das 2. Halbjahr 2020 war Boom pur, auch hier. Über 30 Prozent ging es teilweise im Umsatz nach oben. Ein mittleres einstelliges Plus machte die Gruppe 2020, das waren dann 575 Mio Euro. Rund 35 Prozent davon steuert die Beschlagtechnik-Sparte in Bad Essen/Dahlinghausen bei; weit über 90 Prozent des Umsatzes im Beschlagsegment der Gruppe macht Kesseböhmer mit der Küchenindustrie. Die Küche ist dominant. „Und sie ist stabil. Wir sehen keinen großen Einbruch und rechnen für das laufende Jahr mit deutlichem Wachstum“, sagt Herden. Man habe die Planungen entsprechend der Forecasts aus der Küchenindustrie erneut angepasst, sagt Schreiber. Mehr als 10 Prozent Wachstum in 2021 sind einkalkuliert.

Zu Besuch beim Marktführer: Kesseböhmer in Dahlinghausen

60 Prozent macht Kesseböhmer im Export. Es wird auch in diesem Jahr in neue Anlagen und Pressen investiert. Im vergangenen wurde das Verwaltungsgebäude erweitert, vier neue Hallen kamen dazu. Die Kapazitäten in den weltweit 16 Standorten wurden deutlich erweitert. 3.800 Mitarbeiter hat Kesseböhmer weltweit. 2.700 sind es in Deutschland. Am Stammsitz in Bad Essen hat Firmenboss Oliver Kesseböhmer 1.300 Beschäftigte an Bord.

Seit Ende 2020 ist auch ein erstes Werk in China am Netz, noch auf kleiner Flamme. Die Produktion für den asiatischen Markt hat aber durchaus Perspektiven. Im Inland ist neben der Küche nun auch mehr und mehr das Wohnen im Fokus. Warum jetzt? Schreiber sagt es so: „Wir haben auf den richtigen Moment gewartet. Im Schlafzimmer-Markt bieten sich nun aber nach unserem Eindruck echte Chancen auch in unserem Preissegment.“

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