Blanco

Umsatzschub

24. Mai 2022, 11:46
Frank Gfrörer

Für global vernetzte Unternehmen wie Blanco sind es gegenwärtig herausfordernde Zeiten – steigende Preise erhöhen den Druck, genauso wie Knappheiten bei wichtigen Rohstoffen. Aber zumindest in Hinblick auf den Umsatz lief das vergangene Jahr für den Wasserplatz-Spezialisten prima. Der Umsatz stieg um satte 18,5 Prozent von 408 Mio Euro auf 483 Mio Euro. Dabei legte das Oberderdinger Unternehmen im Ausland deutlicher stärker zu und erhöhte seine Exportquote von 62 Prozent auf 65 Prozent. Konkret entfielen auf das internationale Geschäft 317 Mio Euro, was einem Plus von 24 Prozent entspricht, und auf das Inlandsgeschäft 166 Mio Euro mit einem Plus von 10 Prozent.

Gut möglich, dass der internationale Anteil bei Blanco weiter steigt. Seit diesem Mai betreibt das Unternehmen in Australien eine neue Tochtergesellschaft. Damitist abzusehen, dass die Region Asia-Pazifik - bislang Blancos drittstärkster Auslandsmarkt, hinter Europa und Amerika - an Fahrt aufnimmt. Anders ist die Situation natürlich in Russland: Dort hat Blanco seine lokale Organisation – aus bekannten Gründen – mit rund 15 Mitarbeitern aufgelöst.

Investiert wurde im vergangenen Jahr etwas weniger als 2020: Während im Vorvorjahr das Investitionsvolumen bei rund 18 Mio Euro lag, nahm Blanco im vergangenen Jahr rund 13 Mio Euro in die Hand. Diese, so das Unternehmen, wurden zum großen Teil in die Stärkung des „internationalen Produktions- und Logistikverbundes“ gesteckt.

Die Entwicklung von Blanco liegt damit ungefähr auf einer Linie mit der der Blanc & Fischer Familienholding insgesamt: Sie erhöhte ihren Umsatz um 17,7 Prozent sauf 1,389 Mrd Euro. Einen großen Anteil daran hat das Umsatzplus des Hausgeräte-Zulieferers EGO. Die EGO-Gruppe ließ ihren Umsatz um 17,8 Prozent auf 772,4 Mio Euro klettern. Auch hier geht der Kurs klar in Richtung Internationalisierung. Mit der sogenannten Local-for-Local-Strategie , will man die Kunden vor Ort „möglichst schnell und optimal“ bedienen. Passend zur Strategie baut das Unternehmen in Mexiko für den amerikanischen Markt ein neues Werk. Die Internationalisierung mache die Unternehmensgruppe „resilienter gegen Krisen“, so Dirk Schallock, CEO der EGO-Gruppe.

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