Nobilia (mit Video)

Zweite Heimat

20. Mai 2021, 6:47
Blick ins fünfte Nobilia-Werk

Küchen-Marktführer Nobilia hat sich mit seinem neuen Werk in Saarlouis erstmals mit der Produktion aus seiner ostwestfälischen Heimat herausgewagt. Am 19.5. wurde der Standort feierlich in Betrieb genommen. Wir waren dabei. Ein Blick ins neue Nobilia-Werk V.

Das Hygiene- und Schutzkonzept, das Nobilia bei seiner „kleinen“ Feier mit 100 Gästen aufgefahren hatte, beeindruckte zwar mal wieder schwer. Die auf dem Werksgelände positionierten Polizisten waren dann aber doch nicht da, um die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu kontrollieren, sondern gehörten zum Personenschutz der saarländischen Regierungsmitglieder - Ministerpräsident Tobias Hans und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

Tobias Hans Dr Lars Bopf Werner Stickling Anke Rehlinger Fotor

Nobilia-Inhaber Werner Stickling, in Begleitung seiner Tochter Marion Stickling, war es vorbehalten den Start-Buzzer zu drücken - und schon rollten „wie von Zauberhand“ die Bänder an. Doch warum überhaupt im Saarland? Bekannt ist, dass Nobilias Erweiterungsmöglichkeiten in Sürenheide begrenzt und in Kaunitz durch langwierige Genehmigungsverfahren ausgebremst sind. Ministerin Rehlinger erinnert sich heute daran, wie schwer es der Familie Stickling fiel, einen Schritt aus ihrer Produktionsheimat Verl hinaus zu machen. Und fand gerade das sympathisch.

Im Februar 2018 unterzeichnete man den Kaufvertrag für das 290.000 qm große Grundstück am Lisdorfer Berg in Saarlouis. Das werden die Sticklings nicht bereuen, ist sie sich sicher und verweist auf einen Slogan aus der Saarland-Kampagne: „Will bleiben liegt direkt neben willkommen.“ Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf bezeichnete das Saarland in Bezug auf die Anbindung an Exportmärkte wie Frankreich und die Benelux-Länder als „unschlagbar“. Zudem habe man sich - auch Bopf gebraucht das Wort - jederzeit willkommen gefühlt. Das scheint auch so zu sein. Schließlich sprach der Ministerpräsident viel vom Strukturwandel am bisherigen Automobilstandort. Investoren wie der Küchenbauer, die der saarländischen Wirtschaft auf die Sprünge helfen, sind erwünscht, um das „Wunder an der Saar“ zu fördern. Nobilia wird es in der Endausbaustufe (1.000 Mitarbeiter und 1.600 Küchen/Tag) unter die 15 größten Arbeitgeber des Bundeslandes schaffen. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 200 Mio Euro.

Werk V 4 Fotor Fotor

Warum ausgerechnet das Saarland der richtige Standort für die Küchenproduktion ist, sieht Tobias Hans so: „Die Deutschen geben Geld für Küchen aus und weniger fürs Essen. Bei den Franzosen ist es umgekehrt. Und der Saarländer schätzt beides.“ Und als INSIDE-Redakteurin lernt man auch gleich noch, was die saarländische Küche ausmacht, nämlich Spezialitäten wie Mehlknepp und Dibbedabbes. Wie die Produktion im neuen Nobilia-Werk aufgebaut ist, haben wir dann noch bei einer exklusiven Werksführung mit Werkleiter Alexander Quirin und Stefan Dresing, Leiter Fertigungsplanung, gelernt. Wir berichten im nächsten INSIDE Wohnen-Magazin, das in der nächsten Woche versandt wird.

Werk V 3 Fotor

Werk V 6 Fotor

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