Vorzieheffekte

Wirkte der Wumms?

04. Mai 2021, 17:22
Wie viel Wumms hatte die Senkung der Mehrwertsteuer?

„Wir wollen mit Wumms aus der Krise.“ Das sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz Anfang Juni 2020. Was dann kam, war zumindest für die Einrichtungsbranche ein Megawumms im zweiten Halbjahr. Dass der gesenkte Mehrwertsteuersatz (von 19 auf 16 und von 7 auf 5 Prozent) darauf wirklich Einfluss hatte, wird im Markt mittlerweile relativ stark bezweifelt.

Das Statistische Bundesamt gibt nun durch, dass im zweiten Hlabjahr mit gesenktem Mehrwertsteuersatz immer mehr Haushalte die Mehrwertsteuersenkung zu Konsumzwecken genutzt hätten, und zwar sowohl für geplante als auch für ungeplante Ausgaben. Gerade bei Haushalten mit Kindern und bei einkommensstarken Haushalten sei dies der Fall gewesen. Von August bis Dezember 2020 zogen demnach 10 bis 13 Prozent der befragten Verbraucher mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro Anschaffungen aufgrund der niedrigeren Sätze vor. Von den Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von über 5.000 Euro traf dies im vergangenen August auf 22 Prozent zu, im Dezember dann auf 34 Prozent. Bei zusätzlichen Käufen zeigte sich ein ähnliches Bild.


Und was kauften die Konsumenten? Laut Statistik wurden die gesenkten Sätze vor allem zur vorgezogenen Anschaffung von Elektrogeräten und Einrichtungsgegenständen genutzt. Von all den befragten Konsumenten, die in diesem Zeitraum wegen der Steuersätze geplante Käufe vorzogen, schaffte sich rund jeder zweite Haushalt (zwischen 47 und 52 Prozent) Elektrogeräte an: Kühlschränke, Fernseher oder Laptops. Ein ähnlich hoher Anteil (zwischen 43 und 50 Prozent) vermeldet die Statistik bei den Ausgaben für Möbel, Lampen und Geschirr.

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