Haier (mit Video)

Einbau-Aufschlag

18. Juni 2021, 10:02
Thomas Wittling

Mit einem Wachstum um rund 50 Prozent im ersten Halbjahr gehört der chinesische Gerätebauer Haier zu den am Stärksten gewachsenen Herstellern auf dem deutschen Markt. Den nach wie vor einstelligen Marktanteil dürfte Haier - mit allen Marken - hierzulande weiter ausgebaut haben. Dem Ziel, unter die Top 5 Hausgerätehersteller in Deutschland zu kommen, wird Haier dann aber mit Akquisitionen näherkommen müssen - wenn die Zeit denn reif dafür ist.

Das in den letzten Monaten erzielte Wachstum, das erläutert Deutschland- und Österreichchef Thomas Wittling im Videointerview, war organisch, und neben den Marktanteilsgewinnen natürlich auch auf eine positive Gesamtmarktentwicklung zurückzuführen.

Den Aufschlag im Bereich hochwertiger Einbaugeräte hat sich Haier mit der Hauptmarke Haier für das kommende Jahr vorgenommen. Da auf dem chinesischen Heimatmarkt Standgeräte dominieren, wird die Produktrange eigens für Europa entwickelt. Die dahinterstehende Technik (Stichwort: Vernetzung) ist in China bereits erprobt. Zielsetzung der Haier Group ist es, innerhalb Europas Marktführer im Bereich Vernetzung zu werden, wofür die Haier Einbaugeräterange ein wesentliches Element sein wird. Anderthalb Autostunden vom Headquarter in Qingdao entfernt wird dafür ein eigenes Einbaugerätewerk hochgezogen.

Da das Einbausortiment erst im kommenden Jahr fertig sein wird, hat man sich für dieses Jahr gegen eine Herbstmesse entschieden. Der Konzern dagegen wird voraussichtlich im Rahmen des Salone in der Mailänder Innenstadt Präsenz zeigen.

Deutlich vorangekommen ist Haier hierzulande bereits mit den Einbaugeräten der Marke Candy. Hier wurden kürzlich einige Deals eingestielt. Mit Candy ist das Unternehmen neu gelisteter Lieferant beim Küchenmarktführer Nobilia, der die Geräte international einsetzen wird. Aktuell werden in Verl die Lagerbestände hochgefahren. Ein weiterer ostwestfälischer Küchenmöbelbauer wird Candy aufnehmen, das aber erst zur Hausmesse im September kommunizieren. Auch mit dem Küchenring als drittem Neukunden ist eine aktive Zusammenarbeit geplant, bei der es um die Marke Candy geht. Diese ist eine Marke speziell für junges Publikum, denn alle Candy-Geräte sind bereits jetzt vernetzungsfähig.

Als Herausforderung stellt sich momentan natürlich auch für Haier jeden Tag aufs Neue die Lieferfähigkeit dar. Wittling: „Wir können das liefern, was wir zugesagt haben. Aber es besteht kein Anlass momentan groß auf die Trommel zu hauen und Neuaufträge an Land zu ziehen.“  

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