moebel.de (mit Video)

Rein in die Küche

08. Juni 2021, 18:05
Einstieg über den Budget-Planer

Anbieter für Lead-Generierung in der Küchenbranche gibt es etliche, vom Pionier Küchenatlas bis zu den Angeboten der Verbände wie MHKs kueche.de oder kuechenspezialisten.de von Der Kreis. Seit Februar mischt in diesem Bereich ein weiterer Player mit. Die Möbelsuchmaschine moebel. de kommt zwar nicht aus der Küchenbranche, sondern aus einem verwandten Bereich. Mit ProSieben.Sat 1 hat sie aber einen potenten Investor im Rücken und zudem jahrelange Erfahrung im Digitalbusiness.

Braucht es wirklich noch einen weiteren Anbieter? Wir haben bei moebel.de-COO Arne Stock nachgefragt. Ein kurzes Videointerview zum Thema gibt’s hier:

Von den rund 65 Mitarbeitern in Hamburg arbeiten aktuell zehn aktiv für die Küchen-Sparte. Das Kerngeschäft von moebel.de ist es, Endverbrauchern den Weg zum Produkt zu zeigen, das dann im Online-Shop des jeweiligen Händlers oder Herstellers direkt bestellt werden kann. Der Küchenkauf funktioniert bekanntlich anders, denn die wenigsten Küchen sind von der Stange.

Dementsprechend war das Thema Küche bei moebel.de bislang zu einem großen Teil außen vor. Lediglich einfache Produkte wie Küchenzeilen oder Buffets waren gelistet. Geplante Einbauküchen waren es nicht. Und sind es auch nach wie vor nicht. Stattdessen findet man auf der Seite moebel.de nun einen Bereich Küche, in dem sich Endverbraucher aus rund 800 Produktbeispielen Inspirationen holen und in Ratgeberbeiträgen schmökern können, gezielt nach Händlern suchen oder auch einen Budgetplaner durchlaufen, vergleichbar mit einem Auto- Konfigurator.

Der Budgetplaner ist aktuell das am häufigsten genutzte Tool. Anhand eines ergänzenden Fragebogens werden die speziellen Bedürfnisse des Endkunden ermittelt und schließlich an einen passenden Händler weitergeleitet. Per Vertrag verpflichten sich die teilnehmenden Händler, sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums bei den genannten Adressen zu melden. Wer dieses Leistungsversprechen erfüllt, ist als Händler auch häufiger sichtbar. Rund 100 Händler nutzen das Angebot bislang. Die Mehrheit davon sind zum Start EMV- bzw. KSV-Händler. In Hamburg sind sie nicht mit einem fertigen Angebot an den Handel herangetreten, sondern haben es gemeinsam mit Händlern entwickelt. „Um das Produkt möglichst nahe an dem zu gestalten, was der Händler auch möchte“, sagt Arne Stock.

All dem ging sogar noch eine Endverbraucherbefragung durch das IFH voraus. Stock: „Wir sind komplett von beiden Zielgruppen abhängig, vom Nutzer und vom Händler. Wir selber bauen keine Küchen und planen keine Küchen. Das Feedback von beiden Gruppen wird immer wieder einfließen.“ So hat man es schon über Jahre bei der Möbelsuchmaschine gemacht. Auch mit der Industrie ist moebel.de im Austausch. Das erste Ziel, 100.000 Besucher auf die Seite zu kriegen, hat moebel.de nach den ersten drei Monaten geschafft. Auch das zweite, den teilnehmenden Händlern einen zusätzlichen Umsatz von zusammen 1 Mio Euro zu verschaffen, wird bis Ende Juli voraussichtlich erreicht. Im dritten Schritt sollen nun die Zahl der teilnehmenden Händler auf 200 verdoppelt und weiße Flecken auf der Landkarte geschlossen werden, was Stock bis Ende 2022 für realistisch hält. Wenn das so weit ist und der komplette Markt abgebildet ist vom Discounter bis zum Premiumhändler, kann auf die volle Marketingpower des Mutterkonzerns inklusive TV-Kampagne zurückgegriffen werden.

Momentan werden Endverbraucher über verschiedene Onlinemarketing- Möglichkeiten angesprochen. ProSiebenSat.1 ist auch im Bereich Advertising Technology stark, damit kennt moebel.de sich aus. Von der Werbung angesprochen wird, wer im Netz Spuren hinterlassen hat, die darauf hindeuten, dass er an einer Küche interessiert sein könnte. Stock fasst die jungen Küchenaktivitäten so zusammen: „Es ist ein neuer Bereich entstanden, der aber die bestehende Daten- Infrastruktur nutzt, und wir können für den Handel lokal und für die Industrie zum Beispiel nach Segmenten zielgerichtet künftig Werbung aussteuern und vermeiden unnötige Streuverluste. Aber wir stehen aktuell erst am Anfang.“

 

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